Jubiläum des Musikvereines beschert Pennewang einen eigenen Marsch
PENNEWANG. Der Gemeinde ist jetzt ein eigenes Musikstück gewidmet. Zu verdanken ist das Martin Hofstätter und Andreas Silmbroth und dem 100-jährigen Bestehen des örtlichen Musikvereines.

„Wo ma d‘Musi gspiat in jedem Haus, wo der Kreilberg ragt heraus“, heißt es so treffend im Trio im neuen Marsch „Mei Pennewang“. Komponiert hat das Werk der Pennewanger Kapellmeister Martin Hofstätter zusammen mit seinem Studienkollegen Andreas Silmbroth aus Attnang-Puchheim. „Entstanden ist ein fröhlicher Marsch, der auch für die Marschmusik auf der Straße geeignet ist. So kann er bei Festumzügen oder anderen Feiern im Ort auch wirklich regelmäßig gespielt werden“, erklären die beiden Komponisten.
Mit dem Text fürs Trio hat Hofstätters Musikkollege Georg Bachleitner eine richtige Liebeserklärung an die Heimatgemeinde verfasst – „und dei Herz und dei Hirn singan laut, voi Klang des is mei Pennewang“, formulierte Bachleitner die Begeisterung für „sei Pennewang“.
100-Jahr-Jubiläum
Anlass für die Komposition war das 100-jährige Bestehen des Musikvereines, das man im Vorjahr mit einem großen Fest hätte feiern wollen, dies aber pandemiebedingt nicht konnte. Die Idee, dass es zum Bestandsjubiläum auch ein neues Blasmusik-Werk geben soll, konnte aber zu einem glücklicheren Ende geführt werden. Die Aufgabe hat der Kapellmeister Martin Hofstätter (41) höchstpersönlich übernommen.
Im Posaunisten Andreas Silmbroth (26) hat er einen idealen Partner mit Erfahrung im Arrangieren gefunden. „Einem beschwingten ersten Teil folgt im zweiten Teil ein Basssolo, in dem auch Elemente der Oper Nabucco verarbeitet sind“, beschreiben die jungen Komponisten ihr Werk. Die Melodie im Trio lädt zum Mitsingen ein. Zum Schluss gibt es noch ein starkes Grandioso.
Zwei Vollblut-Musiker
Hofstätter und Silmbroth studieren Instrumental- und Gesangspädagogik an der Bruckneruni in Linz, Hofstätter für Klarinette, Silmbroth für Posaune. Derzeit bereiten sie sich auf ihren Abschluss vor. Ihre Komposition haben sie auch als Thema für eine Seminararbeit im Fach Musikvermittlung verwendet.
Beide sind echte Vollblutmusiker. Hofstätter, von Beruf Bauleiter und spätberufener Musik-Student, ist seit 2014 Kapellmeister in Pennewang, verheiratet und dreifacher Familienvater.
Silmbroth kommt aus der Metallbranche, arbeitet neben seinem Studium für eine App, die Online-Musikunterricht anbietet. Er spielt bei der Gruppe Brassaranka, der Bürgerkorpskapelle Regau und leitet die Vöckla-Böhmische.
Da nicht nur das Fest im Herbst, sondern auch das Herbstkonzert in Pennewang nicht stattfinden konnte, wartet „Mei Pennewang“ jetzt noch auf seine Uraufführung. Diese wird im Frühjahr nachgeholt.


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