Vorbereitungen für Flüchtlings-Notquartier in den Welser Messehallen 9/10
WELS. Rotes Kreuz, Feuerwehr und Stadt arbeiten intensiv, um alles für die Ankunft der ukrainischen Flüchtlinge vorzubereiten. In den Messehallen 9/10 werden Feldbetten, WC und Duschanlagen sowie ein eigener Spielebereich für Kinderbereit gestellt. Insgesamt können ab Donnerstag, 17. März, hier rund 350 Personen kurzfristig untergebracht werden.

„Wir bereiten alles vor und profitieren auch von den Erfahrungen, die wir aus bereits bestehenden Notquartieren in Oberösterreich haben“, sagt Bezirksrettungskommandant Andreas Heinz. Das heißt beispielsweise Rollstühle für gehbehinderte und ältere Menschen aber auch Schwangere kurz vor der Entbindung. Bei der Ankunft in Wels bekommt jeder ein Willkommenspaket plus Feldbett. Die Halle wird auch in unterschiedliche Sektoren eingeteilt. Es wird WLAN und eigene Handy-Ladestationen geben, damit der Kontakt in die Heimat nicht abreißen muss. Eine eigene Feldküche wird auch installiert. Seitens des Roten Kreuzes werden 15 Mitarbeiter am Tag und fünf in der Nacht im Einsatz sein.
Die Einteilung der Flüchtlinge erfolgt über den Bund. Die durchschnittliche Verweildauer in den Transitquartieren beträgt zwei bis drei Nächte. Dann erfolgt eine weitere Unterbringung auch in privaten Unterkünften: „Wir haben bereits von einigen Welsern das Angebot, dass sie Flüchtlinge aufnehmen können. Wir bitten aber sich an die Solidaritäts-Hotline des Landes zu wenden. Private Quartiere können unter der Telefonnummer 0732/ 7720 16 200 beziehungsweise unter der E-Mailadresse nachbarschaftshilfe@ooe.gv.at gemeldet werden“, sagt FP-Vizebürgermeister Gerhard Kroiß. Flüchtlinge, die länger als drei Tage in der Stadt bleiben, müssen bei der Fremdenpolizei registriert werden – das gilt auch für alle, die privat eine Unterkunft gefunden haben.
Wie lange dieses Notquartier notwendig sein wird, lässt sich klarerweise nicht abschätzen: „Es ist mit der Messe alles abgesprochen. Rund um das Areal wird ein Sichtschutz aufgebaut“, sagt FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Während der Messen Blühendes Österreich (31. März bis 3. April) und der Energiesparmesse (6. Bis 10. April) wird der Betrieb weitergeführt.
Hohe Spendenbereitschaft
Die beiden FP-Politiker bedanken sich für die Unterstützung aus der Bevölkerung für die Spendensammlungen. Die Sammelstelle in der Linzerstraße bei der Alten Feuerwache Pernau wurde geschlossen. Sachspenden können weiterhin in den Volkshilfe-Shops in Wels (Vogelweiderstraße 29 und Florianiweg 7 beim Revitalshop) sowie in Marchtrenk in der Linzerstraße abgegeben werden. Auch das Spendenkonto mit dem IBAN AT94 2032 0321 0062 4430 der Stadt „Wels hilft Ukraine“ ist nach wie vor geöffnet. Es sind derzeit rund 7.000 Euro eingegangen.
Dolmetscher, medizinisch/psychologisches Personal, Kindergärtnerinnen gesucht
Es werden noch Helfer gesucht. Gerade Dolmetscher sind in diesen Quartieren extrem wichtig. Dazu braucht es auch noch medizinisch/psychologisches Personal aber auch Elementarpädagogen. E-Mail Kontakt: we-fgg1@o.roteskreuz.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden