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WELS. Es gibt viel zu feiern in der Stadt in diesem Jahr. Wels feiert 800 Jahre Stadterhebung  mit einem Reigen an Veranstaltungen. Aber darüber hinaus geht es vor allem um die Weiterentwicklung. Tips hat sich mit Bürgermeister Andreas Rabl unterhalten.

Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FP): "Ich wünsche mir für diese Stadt, dass sie aus allen Krisen und Schwierigkeiten wie in der Vergangenheit gestärkt hervorgeht". (Foto: HERMANN WAKOLBINGER)

Tips: Die Stadt feiert den 800. Geburtstag. Auf welchen Festreigen dürfen sich die Menschen freuen?

Rabl: Wir haben uns auf dieses 800-jährige Jubiläum lange vorbereitet. Ende März war der Eröffnungsfestakt im Greif. Diese erfolgreiche Veranstaltung war der Startschuss für viele Highlights, die in diesem Jahr noch folgen werden. Die Kultur überrascht mit dem Programm Oktogon. Acht Jahrhunderte werden in acht Kulturveranstaltungen wiederbelebt. Am 12. Mai startet die Sonderausstellung „Wels 800 – Geschichte einer Stadt“ in der Burg und in den Minoriten. Auch für die Kinder haben wir uns etwas einfallen lassen. So wird es eine Fortsetzung der erfolgreichen Kinderbuchserie „Elsie und Ovil“ geben, eine Wels-Ausgabe des Brettspielklassikers DKT wurde extra herausgegeben, die Welser Laufolympiade für Kinder und Jugendliche wird veranstaltet und es soll auch ein Pickerl-Sammelheft geben. Legendär ist schon das MusikfestiWels, dazu kommt noch ein Revival des Welser Stadtfestes, bei dem sich wieder viele Unternehmen und Vereine beteiligen. Auch das Bezirksmusikfest wird dieses Jahr in Wels veranstaltet. Wir werden den Anlass daher würdig feiern.

Tips: Bleiben wir beim Jubiläum. Was wünscht der Bürgermeister seiner Stadt zum 800sten?

Rabl: Ich wünsche mir für diese Stadt, dass sie aus allen Krisen und Schwierigkeiten wie in der Vergangenheit gestärkt hervorgeht. Wir haben eine lange Geschichte, die in der Römerzeit beginnt und auf die wir stolz sein können. Gerade in letzter Zeit haben wir viel erreicht, die Lebensqualität verbessert, die Kinderbetreuungseinrichtungen modernisiert und die Parkanlagen erweitert. Ich wünsche mir für Wels auch in Zukunft Ge-sundheit, Frieden und Sicherheit.

Tips: Blicken wir in die Zukunft. Das Projekt für die kommenden Jahre ist der Umbau des Messegeländes?

Rabl: Die Messehallen im Osten zwischen Welios, der Stadthalle und der Almtalbahn sind in die Jahre gekommen. Wir haben daher die Idee, als Ersatz eine neue Halle im Westen zwischen Trabrennbahn, Mühlbach und Rotax-Halle zu errichten. Im Gegenzug sollen die alten Messehallen abgerissen und das Messegelände Ost in einen großen Park verwandelt werden. Damit könnte man auch die Traun besser als Naherholungsraum nützen. Ich glaube, das ist eine historische Chance für die Stadt Wels und für alle Bürger, einen riesigen Volksgarten mitten in der Stadt zu schaffen.

Tips: Wie geht es mit der Zukunft der Messe generell weiter?

Rabl: Die Messe hat aufgrund der Coronakrise schwierige Zeiten hinter sich. Viele Veranstaltungen, wie beispielsweise die Energiesparmesse, aber auch Blühendes Österreich und andere, mussten abgesagt werden. Jetzt können wir neu durchstarten. Die erste Energiesparmesse nach Corona war ein absoluter Publikumserfolg. Das zeigt, dass Präsenzmessen nicht durch Online-Messen ersetzbar sind – es zählt immer noch der persönliche Kontakt. Mit der neuen Messehalle im Westen wollen wir nicht nur zur größten, sondern auch zur modernsten Messe Österreichs werden.

Tips: Weitere Projekte stehen an wie der Traunsteg nach Schleißheim, aber auch einige Sanierungen?

Rabl: Die Fußgänger- und Radfahrbrücke zwischen Schleißheim und Wels ist mir ein persönliches Anliegen. Sie verbindet zwei Landesradwege und soll die Stadt auch touristisch aufwerten. Weitere Projekte, die demnächst realisiert werden sollen, sind die Fertigstellung des Kaiser-Josef-Platzes sowie des Kindergartens in der Lessingstraße. Weiters werden neue Parkanlagen geschaffen. Auch in den Stadtteilen soll eine Sanierungsoffensive unter Einbindung der Bevölkerung starten.

 

 

 

 


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