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SIPBACHZELL/OÖ. Generell können sich die heimischen Imker heuer über ein recht gutes Honigjahr freuen. Wenn es auch regional Unterschiede gibt. So gibt es teilweise sehr wenig Waldhonig. Auch waren die letzten Jahre in der Honigernte eher unterdurchschnittlich.

  1 / 3   Imkermeister Karl Neubauer vom Bienenparadies Neubauer in Sipbachzell empfing die obersten Landwirtschaftsvertreter und die Vertreterin des Erwerbsimkerbundes auf seinem Hof und gab einen Einblick in seine Arbeit. (Foto: GePaltinger)

„Niederschläge und Temperaturen waren heuer im Frühjahr gut ausgeglichen, die Pflanzen haben sich gut entwickeln können und so war auch die Nahrungsgrundlage für die Bienen vorhanden. Beim Rapsanbau war ein geringerer Insektizideinsatz notwendig“, beschreibt Landwirtschaftskammerpräsident Franz Waldenberger im Rahmen eines Besuches bei Ackerbauer und Imkermeister Karl Neubauer in Sipbachzell die Bedingungen für eine gute Honigernte.

Durchwegs können die Imker heuer von einem guten Honigertrag sprechen, sowohl in den Ackerbaugebieten als auch in den Grünlandgebieten Oberösterreichs. Anders ist die Sache beim Waldhonig, hier gibt es regional große Unterschiede mit teilweise sehr geringen Erträgen. Starkregen mit Sturm haben in einigen Regionen die Waldtracht frühzeitig beendet, wie Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger bei ihrem Besuch in Sipbachzell erklärt.

Wichtige Bestäubungsarbeit

Die Honigernte ist in der Imkerei das eine. Ein weiterer wichtiger Faktor, wenn man über die Bienenzucht spricht, ist die Bestäubung. „Bienen erbringen 70 Prozent der Bestäubungsleistung“, erklärt Ingrid Schmaranzer vom Österreichischen Erwerbsimkerbund die große Bedeutung der Biene im Pflanzen- und Obstbau.

„Landwirtschaft und Imkerei brauchen sich gegenseitig“, fügt Neubauer hinzu. Durch mehr und bessere Kommunikation von Bauern und Imkern lassen sich für beide Seiten wesentliche Erkenntnisse und Vorteile erzielen. Deshalb sucht Neubauer immer wieder den Dialog. Auch tritt der Bienenexperte für eine bessere heimische Forschung und eine Art Prüfzentrum auf diesem Gebiet ein. Beeindruckend sind die Zahlen, die er nennen kann: In einem Bienenstock leben im Sommer etwa 60.000 bis 80.000 Bienen, im Winter zwischen 10.000 und 15.000. Eine Königin legt bis zu 250.000 Eier im Jahr.


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