"Wer selber minimalistisch Politik betreibt, soll nicht von reiner Symbolpolitik sprechen"
WELS. Das Tips Exklusiv-Gespräch mit SP-Vizebürgermeister Klaus Schinninger aus der Vorwoche hat Wellen geschlagen. Er kritisierte die Welser Freiheitlichen hart. Die beiden FP-Vizebürgermeister Christa Raggl-Mühlberger und Gerhard Kroiß lassen sich das nicht gefallen.

„Wir weisen die Kritik und Vorwürfe der SPÖ Wels in der letzten Ausgabe auf das Schärfste zurück. Für eine funktionierende Jugendarbeit stehen wir mit der Fachabteilung, den Jugendbetreuern und den Jugendlichen in engem Kontakt. Wenn man auf die Daten und Fakten des aktuellen Jahres zurückblickt wird deutlich, dass von reiner Symbolpolitik hier in keinster Weise die Rede sein kann“, sagt Kroiß und weiter „Es besuchten heuer so viele Jugendliche die Jugendtreffs, wie nie zuvor, was uns zeigt, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind. Trotz Personalsuche konnten wir auch die Öffnungszeiten auf Samstage ausweiten und bieten wir zusätzlich mit gezielten Workshop-Serien den Jugendlichen Abwechslung und Informationen. Die Aussage seitens der SPÖ Wels, dass lediglich das Ballfangnetz sowie die Videoüberwachung im Jugendtreff Noitzmühle heuer die einzigen Investitionen waren, ist ganz einfach falsch. Für die vier Jugendtreffs in der Stadt werden pro Jahr rund eine halbe Million Euro aufgewendet, um für Jugendliche eine bestmögliche Betreuung in ihrer Freizeit zu schaffen. Natürlich sind wir uns der Herausforderung für die Jugend in der heutigen Zeit bewusst und werden weiterhin alles daran setzen, die Jugendlichen fit für die Zukunft zu machen. Dem SPÖ Stadtparteiobmann sei noch ins Stammbuch geschrieben: Wer selber minimalistisch Politik betreibt, soll nicht von „reiner Symbolpolitik“ sprechen“, beendet Kroiß seine Kritik.
Suche nach Personal läuft
Der Personalmangel im Sozialbereich machte eine vorübergehende Schließung des Generationentreffs Puchberg notwendig. Der Treff in der Neustadt sei besser frequentiert. Deswegen habe man sich für diesen Standort entschieden: Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger: „Wir sind weiterhin auf der Suche nach geeignetem Personal, um den Generationentreff wieder aufsperren zu können. Ich konnte mich selbst vor Ort überzeugen, dass auch die Besucher für die momentane Situation Verständnis haben. Es war nie die Rede von einer endgültigen Schließung! Die SPÖ betreibt hier eine populistische Politik auf dem Rücken der Welserinnen und Welser und verunsichert durch gezielt gesteuerte Falschaussagen, dass der Generationentreff Puchberg dauerhaft geschlossen ist, kritisiert die freiheitliche Referentin. Sie „fordert die SPÖ auf, vor der eigenen Türe zu kehren. Auch im Ressort von SPÖ-Vzbgm. Schinninger ist der Personalmangel angekommen. Nicht umsonst finden sich lange Wartelisten im Kindergarten-, Krabbelstuben- und Hortbereich“, meint Raggl-Mühlberger.


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