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Ein Brückenschlag nach römischen Vorbild: Wels und Schleißheim verbinden sich

Gerald Nowak, 13.04.2023 16:00

WELS. Was lange währt, wird hoffentlich 2024 gut. Die Rede ist von der Geh- und Fahrradbrücke von Wels nach Schleißheim. Geplant ist eine überdachte Fachwerkbrücke aus Holz.

So soll die Brücke aussehen. (Foto: Schimetta Consult)
So soll die Brücke aussehen. (Foto: Schimetta Consult)

Die Einigung ist da. „Nachdem Wels ja eine große römische Vergangenheit hat, haben wir uns eben für eine überdachte Fachwerkbrücke aus Holz nach römischen Vorbild entschieden“, sagt FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Seit 2007 wird immer wieder über eine Verbindung zwischen dem Welser Stadtteil Pernau und Schleißheim diskutiert. 2023 wird jetzt geplant und 2024 gebaut.

Kostenaufteilung

Inklusive Rampen kostet die Brücke drei Millionen Euro. 200.000 Euro kommen jeweils vom Land (Infrastruktur und Tourismus). Thalheim beteiligt sich mit 150.000 Euro und Marchtrenk mit 90.000 Euro. Marchtrenks SP-Vizebürgermeisterin Heidi Strauss ist überzeugt: „Wir haben bedingt Nutzen von Brücke, sie wird aber die Region aufwerten und ist nachhaltig“. Den Rest der Kosten übernimmt die Stadt Wels. Bereits fixiert ist die Übernahme eines Erhaltungsbetrages von rund 4.000 Euro sowie des Winterdienstes durch die Gemeinde Schleißheim. „Es ist dann möglich eben mit dem Rad binnen 15 Minuten von Schleißheim nach Wels zu fahren“, meint VP-Bürgermeister Johann Knoll. Diese Brücke ist ein wichtiger Beitrag für das Freizeitverhalten aber auch für den Alltag. „Man erspart sich den Weg über den Berg“, meint Knoll. Gedacht ist die Brücke für Fußgänger und Radfahrer. „Geplant waren ursprünglich drei Meter Breite. Jetzt werden es vier“, ergänzt der Welser Mobilitätsstadtrat Stefan Ganzert (SP). Für den motorisierten Verkehr ist die Brücke nicht gedacht aber kleinere Einsatzfahrzeuge können im Notfall die Traun auf diesem Weg queren.

Pernau-Bootshaus

Damit wird auch ein leichterer Lückenschluss bei den überregionalen Radwegen geschaffen. Sonst mussten die Pedaleure den Weg über das Kraftwerk Marchtrenk nehmen oder den „Alten Berg“ in Schleißheim hinauftreten. Jetzt wird eine Verbindung zwischen Bootshaus Schleißheim und Pernau geschaffen. Auf der Welser Seite kommt man dann auf Höhe des neu geschaffenen Traunplatzerls heraus.

Aussichtsplattformen

Durch die vier Meter Breite können zwei Lastenräder bequem aneinander vorbeifahren. Zusätzlich werden vier kleine Aussichtsplattformen errichtet, um auch in einer kleine Pause den Blick über die Traun gleiten zu lassen. Diese Punkte sind von der Fahrbahn getrennt. Die Planungen für Ausschreibung haben begonnen. Wenn 2024 alles fertig ist - und das ist der Wunsch der Verantwortlichen - dann gibt es auch die Möglichkeit 20 bis 25 Prozent der Kosten im Rahmen des EFRE-Programms „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung Österreichs“ auszuschöpfen.


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