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WELS. In einer bewegenden Zeremonie an der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz wurde der diesjährige Mutter Teresa-Sozial Preis des Landesverbands der Elternvereine an den Katholischen Privatschulen in Oberösterreich an engagierte Lehrkräfte und Schülerinnen der zweiten und vierten Klassen des Franziskus-Gymnasiums WRG ORG verliehen. Der Preis zeichnet das soziale Engagement und das nachhaltige Herzkissen-Projekt aus.

  1 / 8   Lehrerin Silvia Kucher und die Schülerinnen sind begeistert von der Herzkissen-Aktion und stolz auf den Preis, den sie dafür bekommen haben. (Foto: WRG Wels)

Das erste Herzkissenprojekt der Unterstufenklassen startete bereits im Jahr 2013. „Die Wertschätzung, die wöchentlichen Emails und Briefe, auch die Besuche der Patienten zeigten uns, dass wir mit diesem textilen Projekt einen kleinen Beitrag leisten können, Menschen, die sich in der schwersten Zeit ihres Lebens befinden, zu unterstützen. Die Nachrichten werden an die Schüler, die das Kissen gefertigt und personalisiert hat, weitergeleitet“, erzählt Pädagogin Silvia Kucher von der überaus positiven Resonanz von Anfang an.

Was ist ein Herzkissen?

Die Schüler der zweiten und vierten Kassen, haben im Rahmen des Unterrichtsfaches Technik und Design, Schwerpunkt Textil, Herzkissen gefertigt, die speziell für Frauen und Männer gedacht sind, die an Brustkrebs erkrankt sind. Diese Kissen haben die Form eines Herzens mit „verlängerten Ohren“ und sind aus biologischer Baumwolle gefertigt. Die anatomischen geformten Kissen in der Form eines Herzens tragen die Patienten unter dem Arm, es ist angenehm weich und lindert unangenehme Druck- und Narbenschmerzen, unter denen die meisten Erkrankten nach einem chirurgischen Eingriff leiden. Dadurch kommt es zu einer Entlastung der Lymphabflussbahnen in der Achselhöhle, es hilft bei der Entstauung der operierten Seite und führt zu einer besseren Durchblutung. Der Polster kann auch im Auto unter dem Gurt getragen werden und das Liegen auf der Seite wird durch das Herzkissen wesentlich erleichtert.

Die Schüler der Unterstufe sind mit großer Begeisterung und viel Liebe zum handwerklichen Geschick bei der Arbeit. „Mit unermüdlichem Einsatz wollen unsere Schüler zeigen, dass diese schwer erkrankten Menschen im Krankenhaus nicht allein sind“, ist Kucher stolz auf das Engagement der Jugendlichen.

Persönliche Botschaft

Der emotionale Aspekt dieses Sozialprojektes ist den Schülern ein besonderes Anliegen. Jedes Kissen wird mit einem persönlichen Brief der jeweiligen Näher bestückt. Es geht ein Herz von Herz zu Herz und soll Trost und Kraft spenden. Die Pölster sind ein persönliches Geschenk, ein Symbol der Herzlichkeit und Menschlichkeit, für Hoffnung und Zuversicht. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die betroffenen Frauen und Männer nicht allein sind. „Die Tatsache, dass die Schüler den Wert ihrer Arbeit erkennen und verstehen, wie wichtig dieser Beitrag für die Patienten ist, stellt einen wichtigen Aspekt dieses Projekts dar. Durch diese Erfahrung werden das Selbstbewusstsein und die Motivation der Schüler gestärkt und sie werden ermutigt, sich auch in Zukunft für wohltätige Zweck einzusetzen: eine Lernerfahrung, die uns als Lehrerinnen an einer katholischen Privatschule, sehr wichtig ist“, sagt Kucher.

Da das Herzkissenprojekt eine positive Wirkung sowohl auf die Patienten als auch auf die Schüler hat, verdient es sich Anerkennung und Unterstützung und erhält den Maria Teresia Sozialpreis zurecht. Der Preis ist mit einem Geldbetrag von 700 Euro dotiert und sichert die Fortsetzung dieses Projekts im nächsten Schuljahr. Das Projekt „Herzen die von Herzen kommen“ soll auch weithin Trost und Hoffnung spenden.

Für Interessierte öffnet die Schule am Freitag, 24. November von 13 bis 17 Uhr ihre Türen.

Alle Infos zum Tag der offenen Tür und zur Anmeldung für das nächste Schuljahr finden auf www.franziskus-gym.at


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