Situation am Welser Arbeitsmarkt: „Eine fordernde Zeit“
WELS. Vor Weihnachten sind die Aussichten am Arbeitsmarkt weiter nicht erfreulich. Die November-Bilanz weist einen markanten Anstieg auf.

Ende November sind in Wels Stadt und Land 4.699 Personen arbeitslos gemeldet, um 950 mehr als im Jahr davor. 1.001 besuchen Aus- und Weiterbildungsangebote, ein Minus von 15.
„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit setzt sich im November in Wels wieder stärker fort als in Oberösterreich insgesamt. Mit einem Plus von 25,3 Prozent im Jahresvergleich liegen wir deutlich über dem Landeswert von 19,6 Prozent. Die Rezession, die die Industrie und das produzierende Gewerbe besonders trifft, zeigt deutliche Spuren am Arbeitsmarkt. Das wird uns auch noch im nächsten Jahr beschäftigen“, fasst Othmar Kraml, Leiter des AMS Wels, die regionale Entwicklung in Wels-Stadt und Land zusammen.
Frauen mehr als Männer betroffen
Der Anstieg ist bei den Frauen mit 27,5 Prozent wieder höher als bei den Männern (23,6 Prozent). Ältere und Ausländer sind weiter besonders betroffen; nach Berufen die Bereiche Techniker, Hilfsberufe, Fremdenverkehr und Büroberufe. Der Rückgang an offenen Stellen ist ebenfalls deutlich und liegt bei minus 26,9 Prozent. In absoluten Zahlen sind es 2.185.
„Es stehen die Wintermonate mit der Saisonarbeitslosigkeit im Bau- und Baunebengewerbe an. Das wird zusätzlich eine sehr fordernde Zeit für meine Mitarbeiter“, so Kraml abschließend.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden