Kidical Mass: Radausfahrt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr
WELS. Bis zum Jahre 2030 will die Stadt einen Radverkehrsanteil von mindestens 20 Prozent schaffen. Die öffentliche Hand sieht sich gut im Zeitplan, andere verlangen mehr Entschlossenheit. Dafür waren die anderen, gut 200 Teilnehmer, jetzt geballt unterwegs. Vor allem ging es um die Sicherheit für Kinder und Jugendliche.

Das Radfahren schwankt immer zwischen extrem verteufelt und innigst geliebt. Fakt ist aber, dass die Stadt topografisch gesehen geradezu einlädt, die Pedale zu bewegen. Bei der Kidical Mass handelt es nicht um eine Kindermesse für den neuen Papst, sondern um eine Masse an Radfahrern, die auf die Probleme im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Bestens begleitet durch die Polizei ging es vom Stadtplatz aus durch Wels. Die Organisatoren hatten auch Forderungen im Gepäck: Radfahren muss sicherer und sichtbarer werden, etwa durch baulich getrennte Radwege. Wenn man mit Eltern ins Gespräch kommt, heißt es oft: „Ich würde mein Kind ja gern mit dem Radl fahren lassen, mache mir aber Sorgen um die Sicherheit meines Kindes“. Es braucht auch Platz für sicheres Lernen und Üben für die Kinder und Jugendliche. Die Anlage im Friedenspark in der Vogelweide ist zu wenig. Geeignete Maßnahmen wären vor allem Spiel- und Schulstraßen in allen Stadtteilen.
„Der Volksgarten neu ist das Vorzeigeprojekt schlechthin in Wels. Wir fordern schnelle, sichere und breite Verbindungen aus allen Stadtteilen, damit auch Kinder selbstständig dorthin gelangen. Dies verbindet sich mit der Forderung nach Haupt-Radrouten (Ost-West / Nord-Süd) in alle Stadtteile und auch für die Alltagsrouten zu den Schulen, Herminenhof oder Welldorado“, so die Organisatoren.


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