EBERSTALZELL. Die Kuriositäten rund um den Maibaum häufen sich in diesem Jahr in Wels-Land. In Sipbachzell wurde der Baum noch im Wald stehend geschält, um ihn vor Diebstahl zu bewahren und in Steinerkirchen stellte eine Partie aus Fischlham heimlich in einer Nacht- und Nebelaktion einen Maibaum auf. In Eberstalzell fehlte ebenso wie in Steinerkirchen ein hübsch geschmückter Baum - bis zum 4. Mai.

Am Tag nach dem ersten Maiwochenende stand auch vor dem Eberstalzeller Gemeindeamt plötzlich ein Maibaum. Mit allem Drum und Dran: Bunten Bändern und einem Schild. - Allerdings nur 30 Zentimeter hoch und mit der Widmung „Ein Hoch dem Dieb“.
„Das ist ganz eine liebe Sach´ und schaut wirklich cool aus“, freut sich Martin Kienesberger der den Baum entdeckt und gleich auf seiner Facebook-Seite „Der Zeller“ geteilt hat. Er erklärt, dass es in seiner Gemeinde, nicht wie andernorts üblich, eine Regelung gibt, wer den Maibaum aufstellt. „Die Gemeinde hätte sich zwar einen gewünscht, aber irgendwie hat sich kein Verein gefunden“, erzählt Kienesberger.
„Vielleicht waren es wieder die Fischlhamer“
Scheinbar finden das nicht nur die Gemeinde und Kienesberger bedauerlich, sondern auch ein anderer traditionsbewusster Mitmensch. „Ich weiß nicht, wer es war“, betont Kienesberger, „aber vielleicht waren es ja wie in Steinerkirchen die Fischlhamer“, schmunzelt er.


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