Waldgarten aus Wels Teil eines europäischen Bildungsprojekts
WELS. In Wels gibt es einen Waldgarten, der bereits Ende der 1980er-Jahre angelegt wurde. Seit vielen Jahren wird dort mit unterschiedlichen Pflanzenkombinationen und Formen der Agroforstwirtschaft gearbeitet. Heute wird die Anlage vom Österreichischen Waldgarten-Institut betreut.

In Wels gibt es einen Waldgarten, der bereits Ende der 1980er-Jahre angelegt wurde. Seit vielen Jahren wird dort mit unterschiedlichen Pflanzenkombinationen und Formen der Agroforstwirtschaft gearbeitet. Heute wird die Anlage vom Österreichischen Waldgarten-Institut betreut.
Die Erfahrungen aus Wels werden nun in ein europäisches Bildungsprojekt eingebracht. Im Rahmen des Erasmus+-Projekts SAFFT4EU – Food Forester Training arbeiten sechs Organisationen aus vier europäischen Ländern an einer Weiterbildung zu Waldgarten- und Agroforstsystemen. Dabei geht es unter anderem um den Anbau, die Pflege und Bewirtschaftung solcher Systeme sowie um praktische Erfahrungen aus verschiedenen Betrieben.
Die Auftaktveranstaltung findet am 15. September 2026 in Kleinsendelbach bei Nürnberg statt. Vorgesehen sind Vorträge, eine Podiumsdiskussion und eine Führung durch einen Betrieb mit syntropischem Agroforst.
Auch der Waldgarten in Wels wird bei der Veranstaltung vorgestellt. Bernhard Gruber vom Österreichischen Waldgarten-Institut spricht über die Erfahrungen aus mehr als 35 Jahren Waldgartenpraxis. Sein Vortrag trägt den Titel „Einer der ältesten Waldgärten Europas als Beispiel für resiliente Landwirtschaft von morgen“.
Waldgärten kombinieren verschiedene Pflanzen wie Bäume, Sträucher, Stauden und Gemüse auf einer Fläche. Damit unterscheiden sie sich von klassischen landwirtschaftlichen Anbauflächen. Neben der Produktion von Lebensmitteln spielen dabei auch Fragen des Bodens, der Artenvielfalt und des Umgangs mit trockenen oder sehr niederschlagsreichen Wetterperioden eine Rolle.
Das Projekt SAFFT4EU soll Erfahrungen aus den beteiligten Ländern zusammenführen und daraus eine Weiterbildung für Menschen aus Landwirtschaft und Gartenbau entwickeln. Die Inhalte sollen später auch online und in den jeweiligen Landessprachen verfügbar sein.
Veranstaltung in KleinsendelbachDie kostenlose Auftaktveranstaltung findet am 15. September 2026 von 10 bis 17 Uhr in der Mehrzweckhalle, Hauptstraße 1, 91007 Kleinsendelbach, statt.
Die Veranstaltung richtet sich unter anderem an Landwirtinnen und Landwirte, Menschen aus Gartenbau und Obstbau sowie an Personen, die sich mit Agroforst, Waldgärten oder alternativen Anbausystemen beschäftigen.
Auch Interessierte aus Oberösterreich können an der Veranstaltung teilnehmen. Besonders für Betriebe, die sich mit neuen Formen des Anbaus beschäftigen oder erste Erfahrungen mit Waldgarten- und Agroforstsystemen sammeln möchten, bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, verschiedene Ansätze kennenzulernen und mit Praktikerinnen und Praktikern ins Gespräch zu kommen.








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