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WELS. Am Ende war die Freude über die Silbermedaille bei den Herren des LZ Multikraft groß. Der Weg dahin war aber geprägt von vielen Hürden und ein weinendes Auge war auch noch dabei. Denn es fehlte nicht viel auf Gold.

Daniel Leutgeb (in weiß) legt seinen Gegner gleich auf das Kreuz. (Foto: Oliver Sellner, Austria)
  1 / 3   Daniel Leutgeb (in weiß) legt seinen Gegner gleich auf das Kreuz. (Foto: Oliver Sellner, Austria)

Die erste Hiobsbotschaft kam vor dem Halbfinale Shamil Borchashvili kam nicht zur Abwaage. Sein Trainingsrückstand war zu groß. Das junge Welser Team, das auf viele Eigenbaukämpfer setzte, ließ sich nicht davon beirren. Bischofshofen wurde mit 4:3 besiegt. Bitter: Thomas Ecker wurde wegen eines illegalen Armhebels disqualifiziert. Das heißt, er durfte im Finale gegen Galaxy Wien nicht mitmachen. Aber auch hier gaben die Welser nicht auf. Daniel Leutgeb, Issa Naschcho und Erik Abramov holten beeindruckende Siege gegen höher eingeschätzte Gegner. Der Traum vom dritten Meistertitel lebte. Im Finale gab dann ausgerechnet jener Kämpfer, der Multikraft Wels den Titel hätte sichern sollen, den entscheidenden Punkt ab. Ilia Sulamanidze, Olympia-Silbermedaillengewinner von Paris, geriet gegen den Wiener Adam Borchashvilli in einen Festhaltegriff, aus dem es für den Georgier kein Entkommen gab. Damit war das Finale entschieden. Wels verliert mit 3:4.

Trainer Manfred Dullinger, der seine Karriere jetzt beendet, prophezeit seinem Team aber eine große Zukunft: „„Wir haben mit dem jüngsten Bundesliga-Team aller Klubs eine erfolgreiche Saison hinter uns. Der Titel war möglich. Aber so ist es eben im Judosport, eine Unachtsamkeit und schnell kann der Traum vorbei sein. Schon im kommenden Jahr kann das LZ Multikraft Wels den Spieß umdrehen und mit dieser jungen aber dann ein weiteres Jahr erfahreneren Mannschaft wieder Nummer eins werden“.


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