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WELS/EDT. Knapp 900 illegale Spielautomaten lagern derzeit in einer Halle der Finanzpolizei Wels. Sie wurden in den vergangenen Jahren in Wels beschlagnahmt und dürften in nächster Zeit verschrottet werden.

Hier landen illegale Glücksspielautomaten. Foto: Paltinger
  1 / 9   Hier landen illegale Glücksspielautomaten. Foto: Paltinger

Konsequent kämpft die Stadt gegen das illegale Glücksspiel. Alleine 2017 haben Finanzpolizei und das Stadtpolizeikommando bei 29 Kontrollen 179 illegale Spielautomaten beschlagnahmt, 23 Betriebe wurden behördlich geschlossen. Damit war Wels oberösterreichweit an erster Stelle. Im Vergleich dazu: Die Zahl der legalen Spielautomaten lag im April bei 87 sowie 107 Wettterminals.

Automaten werden verschrottet

Was mit den Automaten geschieht oder geschehen könnte (sofern das die langwierigen behördlichen und rechtlichen Verfahren ergeben), darüber haben sich Finanz-Staatssekretär Hubert Fuchs und Sicherheits-Landesrat Elmar Podgorschek (beide FP), beigleitet von zahlreichen Journalisten, bei einem Lokalaugenschein informiert: Illelage Glücksspielautomaten werden bis zum Abschluss der rechtlichen Verfahren in einer Halle der Finanzpolizei eingelagert, knapp 900 davon haben sich in den vergangenen fünf Jahren dort angesammelt. Danach werden sie von der Firma Gebrüder Gratz in Edt fachmännisch vernichtet – dort, wo üblicherweise alte Autos verschrottet werden. Mit einem 1250 PS starken Schredder werden sie zermahlen, bis nur noch Teile davon übrig sind.

„Null-Toleranz-Politik“

„Wir werden weiterhin im gesamten Bundesgebiet konsequent gegen das illegale Automatenglücksspiel vorgehen. Es geht uns hierbei vorrangig um Spieler- und Jugendschutz sowie um Suchtprävention. Schon viel zu viele Menschen haben aufgrund des illegalen Glücksspiels ihre wirtschaftliche Existenz verspielt und damit sich selbst sowie ihre Familien ins Unglück gestoßen. Im Kampf gegen das illegale Automatenglücksspiel verfolgen wir eine Null-Toleranz-Politik“, erklärte Staatssekretär Hubert Fuchs im Rahmen seines Wels-Tages. Damit ist er sich einig mit Bürgermeister Andreas Rabl und den zuständigen Stadträten Gerhard Kroiß und Christa Raggl-Mühlberger (alle FP).

Auch Beratungsstelle in Wels

Der Staatssekretär zeigte sich auch begeistert vom Sozialpsychologischen Kompetenzzentrum. In der ehemaligen Jugendherberge sind die verschiedenen Beratungsstellen, darunter die Spielsuchtberatung, untergebracht. Im Jahr 2017 wurden 70 Klienten über einen längeren Zeitraum betreut, 43 Prozent davon kamen aus der Stadt Wels (14 Prozent kamen aus Wels-Land).


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