Offener Brief von Bürgermeister Paul Mahr (Marchtrenk) an Landesrat Markus Achleitner wegen B1-Ausbau

Gerald Nowak Gerald Nowak, Tips Redaktion, 08.02.2019 13:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Wirtschafts-Landesrat Achleitner!
Zunächst bedanke ich mich dafür, dass Sie als zuständiger Wirtschafts-Landesrat für unser aufstrebendes Oberösterreich die Wichtigkeit der Bedeutung einer funktionierenden Infrastruktur als Standortvoraussetzung und auch zur künftigen Absicherung der wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Bundesland betonen. Genau das ist das Bestreben der Stadtgemeinde Marchtrenk im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bundesstraße 1 – Weiterentwicklung dieser Hauptverkehrsader zu einer leistungsfähigen, modernen, sicheren und umweltverträglichen Verkehrsverbindung zwischen Linz und Wels.

 Auch der zuständige Verkehrs-Landesrat Steinkellner hat zu Beginn seiner Amtsperiode die Bedeutung der Bundesstraße 1 für unser Bundesland rasch erkannt und dankenswerterweise diesem Ausbauprojekt hohe Priorität eingeräumt.

 

In den letzten beiden Jahren haben die seitens der Stadtgemeinde eingebrachten Vorschläge für eine Realisierung eines unter oben angeführten Gesichtspunkten entsprechenden Projektes leider zu Irritationen beim Amt der OÖ. Landesregierung geführt. Dies meiner Meinung nach deshalb, weil damit von einer bereits bestehenden Landesplanung abgegangen werden müsste, wobei festzuhalten ist, dass zu 2/3 der Gesamtstrecke in Marchtrenk bereits Übereinstimmung besteht. Allerdings halte ich es für ganz wichtig, insbesondere die konkreten sehr positiven  Erfahrungen zweier (bereits mit dem Land OÖ abgestimmter und errichteter) niveaufreier Knoten und auch die teilweise Tieferlegung der Trasse zur Verbesserung des Umwelt- und Lärmschutzes in die Planungen einfließen zu lassen. Für das Argument dadurch entstehender Mehrkosten ist mir bisher keine Kostengegenüberstellung bekannt. Ich weiß, dass die Vorschläge der Stadtgemeinde nicht nur zu Mehrkosten sondern auch zu erheblichen Minderkosten führen werden.

 

Zu Ihrem Hinweis auf den angestrebten Budgetkurs des Landes, wonach Mittel zielgerichtet und zweckmäßig eingesetzt werden ist mir wichtig, dafür eine Gesamtbetrachtungsweise heranzuziehen. So ist neben einem konkreten Kostenvergleich der Varianten, der sicherlich objektiv und nachvollziehbar vom Land OÖ durchgeführt wird, auch zu bedenken, dass Marchtrenk bereits bisher viele Millionen Euro in den Ausbau der B1 samt Nebenwegen investiert und auch noch weiter finanzielle Mittel dafür aufzubringen hat. Mögliche Mehrkosten wären dadurch bereits bei weitem von der Stadtgemeinde erbracht.

 

Von besonderer Bedeutung ist aber gerade für Sie als Wirtschafts-Landesrat, dass es wirtschaftlich nicht weiter leistbar ist, jährlich 5,7 Mio Euro an „Staukosten“ in der Region Linz-Wels zu vergeuden. So wird die wirtschaftlich stärkste Region in Oberösterreich weiter an Boden verlieren und es wird auch das gemeinsame Ziel mit unserem Landeshauptmann, Oberösterreich als Land der Möglichkeiten im Zentralraum weiter nach vorne zu bringen, nicht erreicht werden.

 

Abschließend halte ich im Interesse einer möglichst raschen und abgestimmten weiteren Vorgangsweise ein persönliches Gespräch gemeinsam mit unserem Landeshauptmann und mit dem Verkehrs-Landesrat für wichtig und sinnvoll. Sollte es gewünscht sein, werden mit Sicherheit auch Vertreter der lokalen Leitbetriebe, die tausende Arbeitsplätze in der Region repräsentieren, oder Vertreter der Wirtschaftskammer an einem gemeinsamen Gesprächstermin teilnehmen.

 

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Kommentare

  1. 13.02.2019 00:49 Uhr

    - "zweier (bereits mit dem Land OÖ abgestimmter und errichteter) niveaufreier Knoten" Meiner Meinung ist eine Tieferlegung auch nur in diesem Bereich vertretbar und sinnvoll (Schutz der Marchtrenker Bevölkerung vor Lärm)

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