Wechselwirkungen: Leben, Wirtschaft und Mobilität
WELS. Der Bereich Wimpassing ist ein Paradebeispiel für unterschiedliche Bedürfnisse, die es unter einen Hut zu bringen gilt. Wertvoller Wohn- und Freizeitraum, wachsende Betriebe und eine Autobahn. „Es müssen alle Interessen offen auf den Tisch kommen“, sagt Grün Gemeinderat Peter Sönser.

Frühzeitig auf Beteiligung aller Betroffenen zu setzen, ist in solchen Situationen der Schlüssel. Sönser: „Um regionale Wirtschaftsräume zu stärken, müssen alle Interessen offen auf den Tisch“. Wirtschaft und Mobilität sind unmittelbar miteinander verknüpft. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Güter werden an- und abtransportiert, Menschen pendeln von und zu ihren Arbeitsplätzen, und auch die Kunden sind so mobil wie nie zuvor. „Diese gesellschaftliche Realität macht es notwendig sich nicht nur mit Fragestellungen der Infrastruktur zu befassen, sondern sich auch mit den verschiedenen Nutzungsinteressen auseinanderzusetzen“, erläutert Sönser.
Positive Auswirkungen
Die neue Dienstanweisung des Verkehrsministeriums zur Frage des Lärmschutzes an Autobahnen und Schnellstraßen verändert Lärmschutzmaßnahmen. „Die Dienstanweisung neu wird auch auf das Wohnumfeld der Menschen positive Auswirkungen haben“, ist Sönser überzeugt. „Gerade für das Pilotprojekt Lärmschutz Wels, das die Stadt gemeinsam mit der Asfinag vorantreibt, wird man auf diese neuen Möglichkeiten betreffend die Qualität der Maßnahmen bedacht nehmen müssen. Dabei ist insbesondere das Schutzgut Mensch und dessen Anspruch auf Ruhe und Erholung insgesamt stärker zu berücksichtigen. Letztlich bleibt dies dennoch eine Frage der Bewertung der Kosten derartiger Maßnahmen“.
Generationenvertrag
Wer über die Zukunft der Stadt oder Region nachdenkt, kommt am Thema Mobilität nicht vorbei. Dieses nur aus dem Blickwinkel, wie für ein gestiegenes Verkehrsaufkommen mehr Infrastruktur, sprich Straßen, geschaffen werden können, zu betrachten, greift jedoch zu kurz. „Mobilität muss sich stärker an den Bedürfnissen orientieren und stets auch Fragen von Lärmschutz berücksichtigen. Insgesamt braucht es seine Revolution zur Gleichstellung der verschiedenen Mobilitätsformen orientiert an einem gemeinsam vereinbarten Schutzgüterkatalog – ein Generationenvertrag der Enkeltauglichkeit zum Ziel hat“, fordert Sönser.


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