Mit Diamanten besetztem Taschenmesser Handwerkspreis geholt

Hits: 74
Gertrude Paltinger, BSc Gertrude Paltinger, BSc, Tips Redaktion, 19.11.2019 16:02 Uhr

WELS. Für sein Meisterwerk, ein mit Edelsteinen besetztes Taschenmesser, wurde Klaus Wilhelm Hoiß mit einem zweiten Preis bei der Handwerksgala der Wirtschaftskammer ausgezeichnet.

„The Indian Arrow“ ist ein ganz besonders exklusives Taschenmesser, es ist mit rund 660 Edelsteinen besetzt und ein Unikat von Klaus Wilhelm Hoiß, der dafür mit dem Handwerkspreis ausgezeichnet wurde.

Aussterbendes Handwerk

Hoiß sagt von sich selbst, dass er mit seinem Handwerk zu den „Dinosauriern“ gehört. Hoiß ist Edelsteinfasser, ein aussterbendes Handwerk. Als junger Mann hat er den Beruf des Gold- und Silberschmieds in Marchtrenk erlernt. 18 Jahre war er in seinem Lehrbetrieb tätig, bevor sich der heute 50-Jährige 2003 selbstständig gemacht hat. Durch jahrelanges Üben hat er die Kunst des Edelsteinfassens perfektioniert und ist ein Meister seines Faches geworden.

Ein-Mann-Betrieb

Heute ist Klaus Hoiß ein gefragter Ein-Mann-Betrieb, für ein paar Stunden unterstützt von seiner Lebensgefährtin. Arbeit hätte er aber für ein paar Angestellte, erzählt er. Einen ausgebildeten Gold- und Silberschmied, der sich auf dem Gebiet des Edelsteinfassens spezialisieren will, würde er sofort einstellen. Nur Lehrlinge ausbilden kann er nicht. Dazu ist das Material zu teuer und die Ausbildung zu zeit-intensiv. „Da bräuchte es eine staatliche Förderung“, wäre sein Vorschlag. Um den Nachwuchs zu fördern, bietet er Kurse für Goldschmiede-Gesellen an.

Hoiß arbeitet ausschließlich auf Auftrag für Juweliere. Sein bei der Handwerksgala preisgekröntes Meisterstück hat er aber ohne Auftrag als Anschauungsobjekt hergestellt. „Wenn der richtige Käufer kommt, würde ich es auch verkaufen“, gesteht der Künstler. Wert ist das Stück zwischen 15.000 und 20.000 Euro.

Das Meisterwerk

Bei dem Taschenmesser hat er vorsichtig den Holzgriff entfernt und eine 14-karätige Weißgold-platte aufgebracht. Diese Fläche hat er detailverliebt graviert und mit Diamanten und Saphiren bestückt. Die Schwierigkeit bestand darin, die Fläche bestmöglich zu nutzen, die unterschiedlich großen Steine so eng wie möglich zu setzen, ohne dass dazwischen Material übrig bleibt. Rund 70 Stunden Arbeit stecken in dem Meisterwerk.

Artikel weiterempfehlen:

Kommentar verfassen



Perchtenlauf am Welser Stadtplatz

WELS. Richtig viel zu tun haben um diese Jahreszeit die Schleißheimer Perchten und ihre jungen Zotdawaschln.

Kontrollen im Straßenverkehr auf Alkohol und Drogen

WELS-LAND. Weihnachtsfeiern und Punschstände laden zu Alkoholkonsum ein. Danach selbst noch das Auto lenken ist weit weg von einem Kavaliersdelikt. Bezirks-Polizeikommandant Franz Scheiböck rät: ...

Rauch aus dem Welser Ledererturm: Es war nur Wasserdampf

WELS. Die Meldung „Aus dem Ledererturm raucht es heraus“ führte bei der Feuerwehr in den Abendstunden des 6. Dezember zu einer erhöhten Alarmstufe. Doch nach einer Erkundung stellte sich ...

Autobahn A25: Gegen die Überlastung

WELS. Der Verkehr auf der A25 in beiden Richtungen nimmt stetig zu. Gerade wird an Lärmschutzmaßnahmen für den Bereich Wels Nord gerechnet. Ein zweites Projekt richtet sich gegen die drohende ...

Die Vorfreude auf Weihnachten richtig auskosten

BAD WIMSBACH-NEYDHARTING/WEISSKIRCHEN/STEINHAUS. Mit der Fenster-Eröffnung am Samstag, 7. Dezember, 18 Uhr am Marktplatz Bad Wimsbach-Neydharting beginnt der Wimsbacher Christkindlmarkt. Am Vorplatz ...

Gewerbegebiet Wels Nord wächst

WELS. Die Entwicklung im Bereich Unterleithen geht weiter. Zwischenzeitig wurden rund vier Hektar als Gewerbegrund sowie zwölf Parzellen für Wohnbau gewidmet, entwickelt und nun baureife Bauplätze ...

Braco und sein stiller Blick kommen nach Marchtrenk
 VIDEO

Braco und sein stiller Blick kommen nach Marchtrenk

MARCHTRENK. Am 11. Dezember kommt Braco in den Kulturraum Trenks nach Marchtrenk. Die Besucher erwartet eine neue Erfahrung von Frieden und innerer Schönheit.

Querfeldein: Spektakel wartet

STADL-PAURA. „Einmal im Jahr machen die Pferde den Querfeldein-Rädern Platz“, sagt Walter Ameshofer vom Veranstalterverein Grassinger Lambach. Spitzenfahrer aus dem In- und Ausland werden am Sonntag, ...