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WELS. Mit einer Infoveranstaltung hat sich die neue Landwirtschaftskammer-Führung bei den Landwirten der Region vorgestellt. Aktuelle Entwicklungen in der Agrarpolitik waren das Thema.

Bezirksbauernkammerobmann Heinrich Striegl, Dienststellenleiter Thomas Jungreuthmayer, Bezirksbäuerin Anita Straßmayr, die neue Präsidentin Michaela Langer-Weninger und Kammerdirektor Karl Dietachmair (v.l.)

Als erste Frau an der Spitze der Landwirtschaftskammer seit Juni im Amt hat Michaela Langer-Weninger die Landwirte unter anderem dazu aufgefordert, zusammenzuhalten. Sie lieferte Fakten zu den jüngsten politischen Entwicklungen und gab den Bauern Argumente in die Hand.

Klar definierte Langer-Weninger die Forderungen der Landwirtschaftskammer an die künftige Regierung, wie eine Entlastung im Zuge einer Steuerreform oder die Umsetzung der Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel und in der Gemeinschaftsgastronomie.

Außerdem warnte sie vor dem Mercosur-Abkommen, das massive Einschnitte für die heimischen Bauern bedeuten würde. Thema war auch der Klimawandel. „Die Landwirtschaft hat ihre CO2-Reduktionsverpflichtungen erfüllt“, erläuterte sie.

Auf die dramatische Schadenssituation in der Forstwirtschaft ging Langer-Weninger ebenfalls ein und forderte, dass mehr Holz im öffentlichen Bau verwendet wird. „Uns Landwirten ist es ein Anliegen, hochwertige Produkte auf den Tisch zu bringen, dazu muss der Lebensmittelhandel stärker in die Pflicht genommen werden. Denn jede Kaufentscheidung beeinflusst die Art der Produktion. Dafür müssen wir zusammenstehen“, so der Appell der Präsidentin, die auch das Glyphosat-Verbot und ein Brexit-Abkommen ansprach.

Das Hauptthema von Kammerdirektor Karl Dietachmair (seit 2018 im Amt) war die gemeinsame Agrarpolitik der EU und der dazugehörige Finanzrahmen.


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