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WELS. Aus dem harten Lockdown ist jetzt wieder mit dem Aufsperren des stationären Handels eine Erleichterung gekommen. Die Frequenz an den ersten Tagen vor allem im Zentrum ist naturgemäß besser geworden.

Barbara Höller Priewasser in ihrem Geschäft in der Welser Schmidtgasse Foto: Tips
  1 / 2   Barbara Höller Priewasser in ihrem Geschäft in der Welser Schmidtgasse Foto: Tips

Wie sich die Frequenzen und der Umsatz entwickeln, lässt sich nur erahnen. „Nach dem Lockdown rechnen wir, dass uns 20 bis 25 Prozent der Frequenz fehlen werden, weil die Gastronomie weiter geschlossen ist und keine Veranstaltungen stattfinden“, sagt Stadtmarketing-Chef Peter Jungreithmair. Im harten Lockdown waren es bis zu 60 Prozent weniger Frequenz in der Stadt.

Ein Lokalaugenschein

Auch Goldschmied Lucas Arnezeder ist angesichts der Öffnung des Handels sehr erleichtert. Was für Shoppen vor Ort und nicht im Internet spricht, liegt für ihn klar auf der Hand: „Kauf regional und stärke dadurch das regionale Kunsthandwerk“, so Arnezeder. Die Kunden wiederum bekommen dafür Kostbarkeiten aus einer transparenten Produktionswerkstätte, gefertigt von regionalen Handwerkern mit hohem Qualitäts- und Designanspruch. Dazu kommt die Gewissheit, dass nur konfliktfreie Materialien verarbeitet werden.

Barbara Höller-Priewasser von Lederwaren Höller in der Schmidtgasse: „Wir haben in den vergangenen Wochen viel ausgeliefert und über Internet mit unseren Kunden Kontakt gehalten. Viele haben gesagt, dass sie lieber zu uns kommen anstatt online zu kaufen. Ich denke, dass die, die jetzt in der Stadt unterwegs sind, auch nicht für einen Schaufenster-Bummel kommen, sondern auch wirklich einkaufen wollen.“

Albert Neugebauer vom gleichnamigen Mode-Geschäft in der Pfarrgasse hofft, wie so viele andere, dass die angekündigten finanziellen Hilfen auch ausbezahlt werden. „Das Weihnachtsgeschäft jetzt beginnt mit dem Abverkauf. Da geht es wohl allen gleich. Natürlich sind wir froh, dass wir aufsperren können.“ Noch bevor die Geschäfte aufgesperrt haben, haben viele Händler Schilder oder Zettel mit Abverkauf oder Sale in die Auslagen gehängt. Es ist auch wieder eine Rabattschlacht ausgebrochen. Am Montagvormittag war es auf jeden Fall in der Innenstadt relativ ruhig, gleichwohl die Frequenz gestiegen ist. Viele lassen – völlig zu Recht – immer noch Vorsicht walten.

 Einkaufszentrum

Doch nicht nur im Zentrum ist es wieder voll losgegangen, sondern auch im max.center: „Gerade mit dem Wiederöffnen des stationären Handels wollen wir unseren Besucherinnen und Besuchern bestmöglichen Schutz beim Aufenthalt in unserem Center bieten. Daher freuen wir uns sehr, dass das max.center als eines der ersten Shopping-Center in Oberösterreich für die hohen Hygienemaßnahmen durch Österreichs führendes Prüf- und Inspektions-Unternehmen TÜV Austria zertifiziert wurde“, so Egbert Holz, Center-Manager max.center. Das Zertifikat umfasst sämtliche Hygienemaßnahmen, wie die dauerhafte Erhöhung der Frischluftzufuhr in der Mall bis zu 100 Prozent, die verstärkte Reinigung und Desinfektion sämtlicher Touchpoints wie Armaturen, Geländer, Liftknöpfe und auch Toilettenanlagen und die deutlich sicht- und hörbaren Hinweise zur Einhaltung der Maßnahmen. Den Kunden stehen ausreichend Desinfektionsspender zur Verfügung.


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