Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WELS. Renate Pyrker kann nicht aus ihrer Haut. Sie muss einfach helfen. Egal ob beim Bau von Schulen und Brunnen in Afrika, beim Schutz von Elefanten oder bei der Förderung lokaler Künstler: Die Welser Unternehmerin findet immer Mittel und Wege, um anderen unter die Arme zu greifen. Jetzt hat die Austria Plastics-Chefin einen Kultur-Euro im Visier.

Renate Pyrker will helfen - und hofft dabei auf die Hilfe vieler anderer Welser. Foto: Starmayr
Renate Pyrker will helfen - und hofft dabei auf die Hilfe vieler anderer Welser. Foto: Starmayr

„Wir für uns, für unsere Kinder, für unsere Kultur, für unsere Stadt – davon träume ich schon seit langem. Jetzt ist die Zeit reif, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen“, sagt Pyrker über ihr jüngstes Projekt. Die Idee dahinter: Kulturunterstützung, aber auch Sportunterstützung durch regionale Arbeitnehmer und Arbeitgeber unserer „Community“ für notwendige Zuschüsse für Wels und Thalheim.

„Gerade in Zeiten wie diesen gibt es immer weniger Sponsoring von Firmen und die Banken können auch nicht immer die großen Geldgeber sein. Somit würde „die Gemeinschaft“ einen Beitrag leisten, die so stark betroffenen Kulturschaffenden, Sportvereine und auch private Veranstalter zu unterstützen“, erklärt Pyrker ihre Absichten.

Ein freiwilliger Beitrag

Laufen soll das Ganze über die Betriebe. „Die Firmenchefs fragen ihre Angestellten, ob sie pro Jahr freiwillig je einen Euro für den Kulturnotfallfonds und auch für Sportförderung abgeben würden und könnten auch selbst pro Mitarbeiter einen Euro spenden“, so Pyrker.

Einzigartige Kulturstiftung

Beraten vom Welser Kultur­manager Hans Wadauer denkt Pyrker nun über eine Kulturförderungsstiftung nach. Diese wäre steuerlich begünstigt, was natürlich für die Spender interessant ist. „Es gibt in Österreich noch keine Kulturförderungsstiftung, wir könnten uns damit wirklich profilieren“, ist die Unternehmerin überzeugt.

Letzteres ist für Pyrker nur ein Nebeneffekt, denn sie will die Sache in den Vordergrund stellen. „Die Kultur ist wirklich am Sand“, spricht Pyrker aus Erfahrung. „Und jeder, der ein Kind in der Musikschule oder einem Verein hat, weiß, wie schwierig es ist, Geld für Aufführungen oder Ähnliches aufzustellen.“

Auftaktveranstaltung im Herbst

Starten würde Pyrker gerne mit einer Pilotveranstaltung im Herbst, wo sie das Projekt mit einem Konzert und einer Ausstellung vorstellt. Die Stiftung könnte neben der völlig transparenten Vergabe der Gelder durch ein unabhängiges Gremium auch ein Stipendium oder einen Preis ausschreiben und soll eine Anlauf- und Vermittlungsstelle sein. „Es dreht sich nämlich nicht immer alles um Geld. Oft sucht wer einen Proberaum, braucht Plakate oder neue Dressen und da haben wir sicher Firmen, die mit Naturalien helfen können. Manchmal hilft zum Beispiel ein steuerlicher Rat oder einfach nur Aufmuntern“, ist Pyrker überzeugt. „Es gibt kaum eine Stadt, wo auf so kleinem Platz so großes Potenzial ist. Das müssen wir doch nutzen“, fordert Pyrker und freut sich, wenn sich noch Mitstreiter für ihr Vorhaben finden.

Ein Team bilden

Die Stiftung sollte die Anträge prüfen, eventuell auch diverse kaufmännische Arbeiten erledigen (zum Beispiel  Preisverhandlungen bei Einkäufen, da Künstler und Sportler oft keine ausgesprochenen Geschäftsleute sind und womöglich das eine oder andere Mal zu teuer kaufen). Die Mitglieder der Stiftung sollten aus der Wirtschaft und Kultur kommen, wünscht sich Pyrker. „Auch Rechtsvertreter wie ein Anwalt etc. wären sinnvoll. Hier ein Team zu finden könnte ich mir vorstellen“, so die engagierte Unternehmerin.

Unabhängiges Gremium

Die Vergabe der Gelder soll durch ein völlig unabhängiges Gremium erfolgen. „Auf jeden Fall soll jemand aus dem Bankenbereich dabei sein und von Wels Strom hätte ich sehr gerne Mag. Niedersüß mit im Boot, einen Sportvertreter, einen Musiker, einen Künstler und auf jeden Fall keinen Politiker, denn die Sache darf nicht politisch werden“, betont Pyrker vehement. Dieses Gremium prüft dann die eingehenden Ansuchen zum Beispiel Soforthilfe bei langem Einkommen-Ausfall, Drucksorten etc. und danach wird für die Bevölkerung völlig transparent sein, wie die Gelder verwendet wurden. 

Gemeinsames schaffen

„Wir für uns und unsere Region! Wenn wir Unternehmen als Arbeitgeber unseren Mitarbeitern vor Augen führen, dass sie mit einem Beitrag von zwei Euro pro Jahr, Teil von etwas „ganz Großem“ sein können, dann glaube ich, dass wir pro Jahr an die 50.000 bis 60.000 Euro für Sport und Kulturvereine zuschießen können“, hofft Pyrker


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Netzwerk in Gunskirchen stärkt Gemeinderätinnen aus Wels-Land

Netzwerk in Gunskirchen stärkt Gemeinderätinnen aus Wels-Land

GUNSKIRCHEN. Wie viel muss man wissen, um sich in der Gemeindepolitik einzubringen? - Weniger, als viele glauben, meint Ursula Weber. Die Referentin ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Molto Luce feiert 45-Jahr-Jubiläum in Wels und Weißkirchen

Molto Luce feiert 45-Jahr-Jubiläum in Wels und Weißkirchen

WELS/WEISSKIRCHEN. 400 Fachbesucher tagsüber, 600 Festgäste am Abend: Der Welser Beleuchtungsspezialist Molto Luce feierte sein 45-jähriges ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Frau in der Wirtschaft feierte mit dem max.center 20 Jahre

Frau in der Wirtschaft feierte mit dem max.center 20 Jahre

WELS. Dass ein Einkaufszentrum mehr ist als die Summe seiner Geschäfte, haben die Mitglieder von Frau in der Wirtschaft bei ihrem Besuch im ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Welser Bürgermeister Andreas Rabl: Prozesse kann man immer verbessern

Welser Bürgermeister Andreas Rabl: "Prozesse kann man immer verbessern"

WELS. FP-Bürgermeister Andreas Rabl spricht über die anstehende Landesgartenschau, wie über Baustellenmanagement und die Freizeitmeile an ...

Tips - total regionalOnline Redaktion
Mehr Wohnraum in Buchkirchen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

Mehr Wohnraum in Buchkirchen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter

BUCHKIRCHEN. In Buchkirchen erweitert die LAWOG das Wohnangebot für ältere Menschen: Das bestehende Gebäude für „Betreubares Wohnen“ ...

Tips - total regionalAnzeige
Felix Fritsch wird Miteigentümer von Richter Pharma in Wels

Felix Fritsch wird Miteigentümer von Richter Pharma in Wels

WELS. Florian Fritsch, bisheriger Alleineigentümer von Richter Pharma, hat 30 Prozent seiner Anteile an seinen Sohn Felix Fritsch übertragen. ...

Tips - total regionalMag. Ingrid Oberndorfer
Weitere Beiträge