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WELS. Wer bis zum Freitag, 20. August, auf der Linie 2 zu bestimmten Zeiten unterwegs ist, der wird mit einem Bus angetrieben von Wasserstoff ans Ziel gebracht. Die Benützung ist für die Fahrgäste kostenlos.

Sabtours Wolfgang Stöttinger, Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner, General Manager Solaris Austria Anna Mejer, Fronius Geschäftsführerin Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, Bürgermeister Wels. Andreas Rabl und Wels Linien Geschäftsführer Herbert Kierner präsentieren den neuen Wasserstoffbus. (Foto: Land/Kauder)

Im Pilotprojekt kommt der Wasserstoffbus Urbino 12 hydrogen der Firma Solaris zum Einsatz. Anna Mejer, General Managerin:  Dank seiner Energiedichte und des geringen Gewichts kann er eine saubere Energiequelle für Stadtbusse werden, die Tagesreichweiten von mindestens 350 Kilometer bei einer Tankfüllung emissionsfrei zurücklegen können“. Derzeit sind bis zu 160 Kilometer möglich

 

Daten auswerten

Dieser Probetrieb bringe neue Erkenntnisse, so die Verantwortlichen. Der Bus fährt so leise wie seine E-Kollegen und es gibt keine Schadstoffe. Betankt wird der Wasserstoffbus bei Fronius. „Der Testbetrieb mit dem emissionsfrei betriebenen Wasserstoffbus wird beweisen, dass der Wasserstoffbus ganz spezielle Anforderungen wie beispielsweise Reichweitenvorteile und eine geringe Betankungsdauer erzielen kann. Ein wesentlicher Unterschied zu batteriebetriebenen Bussen ist, dass die Stromerzeugung direkt im Fahrzeug passiert. Bei der chemischen Reaktion in der Brennstoffzelle entsteht auch Wärme, die im Winter sogar für die Beheizung und im Frühling/Sommer für die Klimatisierung genutzt werden kann“, gibt sich Herbert Kierner von den Wels Linien optimistisch. Trotzdem braucht es für die Serienreife noch Zeit. Denn die Anschaffungskosten liegen deutlich höher als Diesel-betriebenen Bussen und es benötigt eine Infrastruktur an Betankungsanlagen. 

Die Politik ist begeistert

Landesrat Günther Steinkellner: (FP) „Es müssen Technologieforschung und praxisnahe Pilotprojekte mit großer Motivation und viel Elan umgesetzt werden. Die Erfahrungswerte, die sich daraus generieren, sind relevant für den zukünftigen Einsatz im Linienbetrieb. Besonders im überregionalen Busverkehr verspricht der Wasserstoff viele Vorteile, die wir nutzen wollen“. Der Welser Bürgermeister Andreas Rabl: „Am Weg in eine moderne, emissionsarme Zukunft braucht es starke Technologieunternehmen, die mit Pioniergeist eine Änderung bei neuen Antriebstechnologien und somit auch im Mobilitätsverhalten erzielen können“. Sein Dank gilt allen involvierten Partnern.  

Solhub Fronius

 Die Betankungsanlage der Firma Fronius, der Solhub, ist eine am Markt bereits verfügbare, schlüsselfertige Systemlösung zur Erzeugung, Speicherung, Verteilung sowie Rückverstromung von erneuerbarem Wasserstoff. In der Testphase erfolgt die Betankung des Busses über dieses Anlagensystem. Täglich wird der Bus mit rund 13 Kilogramm Wasserstoff befüllt. Das passiert in einem rund 15-minütigen Tankprozess. Mit der getankten Menge kann der Wasserstoffbus etwa 160 Kilometer zurücklegen. 


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