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Neue Messehalle, Mobilitätskonzept und gezielte Ausbildungsangebote: Forderungen an die Stadt Wels

Gerald Nowak, 08.10.2021 11:48

WELS. Grundsätzlich ist Franz Edlbauer, Obmann der Wirtschaftskammer Wels Stadt, mit der Situation zufrieden. „Es geht jetzt aber um die richtigen wirtschaftlichen Weichenstellungen, um auch in Zukunft erfolgreich sein zu können“, stellt der Unternehmer bei einem Pressegespräch klar.

WKO Obmann Wels Stadt Franz Edlbauer (Foto: WKO)
WKO Obmann Wels Stadt Franz Edlbauer (Foto: WKO)

Beispielsweise braucht es gezielte Angebote um die hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen: „In Wels sind rund 3.700 Menschen arbeitssuchend gemeldet. Davon sind 51 Prozent unter 40 Jahre alt und haben nur einen Pflichtschulabschluss. Es ist uns klar, dass die Stadt nicht in die Lehrpläne von Schulen eingreifen darf. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten das Thema Ausbildung besser zu verankern, vielleicht mit einem Ausbildungsgutschein oder anderen Incentives“, so Edlbauer. Generell müssen alle Institutionen noch stärker zusammenarbeiten, um den Fachkräftemangel effektiv zu bekämpfen.

Verkehrswege

„Die vergangenen beiden Verkehrsreferenten haben immer wieder vom Mobilitätskonzept geredet. Wir brauchen es jetzt endlich“, benennt der Kammerobmann die nächste Forderung. Es fehlen die Anbindungen von größeren Firmen an der Peripherie an den öffentlichen Nahverkehr und die Oberfeldstraße steht vor dem Kollaps: „Es braucht einfach ein generelles Konzept für das gesamte Stadtgebiet. Eine autofreie Innenstadt ist aus unserer Sicht kein Thema. Aber es gibt auch Möglichkeiten für mehr Radwege und eben Ausbau der Buslinien. Es geht jedoch um das ganze Stadtgebiet und nicht um Teilbereiche!“.

Messe Wels

Hinsichtlich der beabsichtigten Neugestaltung des Messeareals schlägt die WKO Wels vor, die Hallen 1 bis 13 gänzlich abzureißen sowie eine moderne Messehalle westlich der Bahn anstatt der Hallen 9 bis 13 zu schaffen. „Wir glauben, das wäre eine gute Lösung und mit dieser vierten Messehalle ist der Standort gut abgesichert. Die Stadt sollte hier noch einmal Geld in die Hand nehmen“, sagt Edlbauer. Der Ostteil des Areals soll Naherholungsfläche werden.

 


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