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Energiekosten: Preisanstieg kommt bei den Kunden verzögert an, aber er kommt

Gerald Nowak, 10.01.2022 13:45

WELS. Die Energiekosten explodieren. „Wir rechnen bei einem durchschnittlich kleinen Haushalt bei Strom mit Erhöhungen von rund 26 Euro pro Monat und bei Gas mit 37 Euro“, geben Bürgermeister Andreas Rabl und eww Vorstandsvorsitzender Florian Niedersüß an.

Florian Niedersüß und FP-Bürgermeister Andreas Rabl (Foto: Stadt Wels)
Florian Niedersüß und FP-Bürgermeister Andreas Rabl (Foto: Stadt Wels)

Die Betonung liegt auf einen durchschnittlichen kleinen Haushalt. Der Preisanstieg bei den Energiekosten kommt bei den Kunden verzögert an, aber er kommt, stellen die beiden fest. Gerade Anfang Jänner kommt bei der neuen Vorschreibung für viele das böse Erwachen. Der Strompreis für Stammkunden der eww beträgt abhängig vom jeweiligen Tarif weiterhin rund 0,08 Euro pro Kilowattstunde (kWh), der Gaspreis rund 0,035 Euro pro kWh. Anders wirkt sich der Energiepreisanstieg bei Neukunden aus. Für Neukunden musste der Strompreis bereits von rund 0,08 Euro auf rund 0,17 Euro pro kWh, und der Gaspreis von rund 0,035 Euro auf rund 0,072 Euro pro kWh erhöht werden. Von Energiepreiserhöhungen sind auch all jene Kunden betroffen, deren Sonderverträge Ende des Jahres ablaufen und die sich nicht frühzeitig neu eingedeckt haben. „Je nach Wohnungsgröße und Familie verändert sich der Anstieg durch den Mehrverbrauch auch. So steigen die Kosten“, so Rabl. Deswegen will er einen Energiehilfsfonds für Notlagen einrichten. Die genauen Modalitäten will der Bürgermeister in der Stadtsenatssitzung am 25. Jänner präsentieren. Abgewickelt soll der Fonds für alle Welser mit niedrigem Einkommen werden, ähnlich wie der Heizkostenzuschuss. 1.100 Welser beziehen diesen und er richtet sich nach dem Einkommen.

 

Ausgezahlt soll dieser Fonds mit Energiegutscheinen werden. Rabl: „Jeder Welser ist irgendwie Kunde bei der eww. So geht die Abwicklung am leichtesten. Wir werden sicher nicht direkt an die Menschen Geld auszahlen.“


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