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WELS. „Die Arbeitslosenzahlen pendeln sich auf einem höheren Niveau als im Vorjahr ein. Die großen Rückgänge wie im letzten Jahr sind auf Sicht vorbei“, fasst Othmar Kraml, Leiter des AMS Wels, die derzeitige Situation auf dem Arbeitsmarkt zusammen.

Othmar Kraml (Foto: privat)
Othmar Kraml (Foto: privat)

Ende September sind in der Region Wels 3.612 Arbeitsuchende gemeldet (plus 322 gegenüber dem Vorjahr oder plus 9,8 Prozent). In Oberösterreich gibt es insgesamt 28.526 arbeitslos gemeldete Personen (plus 2.786 oder plus 10,8 Prozent).

Für Wels-Stadt und Wels-Land bedeutet dies eine Steigerung gegenüber September 2022, aber einen Rückgang zum heurigen August. Der Zugang bei den von den Betrieben in der Region gemeldeten offenen Stellen war aber im September gut, aber ebenfalls schwächer als im Vorjahr. Insgesamt gibt es zum zweiten Mal seit längerer Zeit weniger offene Stellen (3.430) als Arbeitsuchende.

Vor-Covid

„Im Jahr 2019, also in der Vor-Covid-Zeit, waren die Arbeitslosenzahlen höher. Wir müssen uns jetzt auch von diesen Nach-Corona-Jubel-Zahlen etwas verabschieden. Diese großen Sprünge gibt es derzeit nicht.“ Und die großen Rückgänge sind auf Sicht wohl vorbei, meint Kraml.

Lehrstellenmarkt

Da ist die Situation für die Jugendlichen günstiger. Insgesamt können zu Schulbeginn 168 Jugendliche (plus 32 gegenüber August 2023) unter 340 offenen Lehrstellen (minus 33) wählen.

Ausblick

Spannend wird die Zukunft. Laut Kraml gibt es aus der Wirtschaft unterschiedliche Signale. Von sehr positiv bis eher pessimistisch und abwartend. Der Baubereich nimmt eine entscheidende Rolle ein, denn viele Gewerke hängen dran. „Das gute alte Bild vom Konjunkturmotor Bau stimmt immer noch. Die Tiefbau-Sparte steht besser da. Straßen und Brücken gehören gebaut oder zumindest saniert“, sagt der AMS-Regionalleiter. Im Wohnungs- oder Hochbau wird es sicher herausfordernder. „Da muss man nachfragen, wie die Projektlage bei den Planern und Architekten aussieht.“


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