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Beim neuen Mobilitätskonzept für Wels darf es keine Denkverbote geben

Gerald Nowak, 02.04.2024 18:00

WELS. Wirtschaftskammer Obmann Franz Edlbauer forderte in der Tips-Ausgabe KW 13 „Mehr Tempo beim Mobilitätskonzept“ und ein neues Parkleitsystem. Der zuständige Stadtrat Stefan Ganzert (SP) stellt den Zeitplan vor und erzählt von seinen Überlegungen.

Stefan Ganzert, zuständig für die Mobilität (Foto: Stadt)
Stefan Ganzert, zuständig für die Mobilität (Foto: Stadt)

Tips: Wirtschaftskammer-Obmann Franz Edlbauer fordert mehr Tempo beim Mobilitätskonzept. Kann der Verkehrsreferent einen Status-Bericht abgeben, wie es derzeit aussieht?

Ganzert: Im zuständigen Mobilitätsausschuss war die Beschlussfassung vor kurzem einstimmig, ich gehe davon aus, dass das bei der Zuschlagserteilung im kommenden Gemeinderat, der am 8. April stattfinden wird, ebenfalls der Fall sein wird – das ist gleichzeitig auch der „Kick-off“ für das Konzept.

Tips:Was kann man sich unter dem Mobilitätskonzept vorstellen. Geht es nur um eine neue Verkehrsführung für Autos?

Ganzert: In den kommenden 18 Monaten wird in mehreren Phasen nach Bestandsaufnahmen und Analysen die Strategie entwickelt, die schlussendlich dem Gemeinderat als „Mobilitätsplan Wels 2040“ zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Dass es dabei nicht ausschließlich um Autos gehen wird, erkennt man schon daran, dass auch die Erstellung von Masterplänen „Radverkehr“ und „Gehen“ Teile des Projekts sind. Diese Instrumente sind bei künftigen Förderungen von neuer Infrastruktur entscheidend.

Tips:Mit welchen Vorgaben will man in den Prozess gehen? Wohin soll sich Wels verkehrstechnisch entwickeln?

Ganzert:Es soll keine Denkverbote geben, daher werden alle entscheidenden Interessensvertretungen neben der Politik in den ersten beiden Phasen der Konzepterstellung an einem gemeinsamen Zielbild arbeiten. Nur wenn man gemeinsam Ziele erstellt, haben diese auch den Bestand, in die Tat umgesetzt zu werden. Oberste Prämisse sollte es sein, die Lebensqualität in unserer Stadt auch mittels Mobilität zu erhöhen.

Tips: Wels Nord ist derzeit wohl das größte Problem. Alle fordern eine Lösung, wie kann diese aussehen?

Ganzert:Dazu gibt es bereits gemeinsame Planungen zwischen der Stadt Wels, dem Land Oberösterreich sowie der ASFINAG. Geprüft wird unter anderem, ob durch ein zusätzliches Kleeblatt an der A25bei Wels Nord die Kreuzung der Oberfeldstraße mit der Osttangente entlastet werden kann. Durch eine neue Verkehrsführung nördlich der Autobahn könnten die Verkehrsströme besser entflechtet werden.

Tips: Das Thema Parken ist wieder aufgepoppt. Die WKO fordert unter anderem ein neues Parkleitsystem. Wo will der Referent den Hebel ansetzen?

Ganzert: Ich verschließe mich nicht gegen Verbesserungen beim Parkleitsystem. Das Thema des Verkehrs in der Innenstadt, insbesondere auch das des ruhenden Verkehrs dort, ist mit Sicherheit ein sehr spannender Teil der gemeinsamen Strategieausarbeitung im Rahmen des Mobilitätskonzepts.

Tips: Wird der Steg nach Schleißheim jetzt eine unendliche Geschichte. Jetzt rechnet man mit der Fertigstellung erst im Jahr 2025?

Ganzert: Ganzert: Bei einem Bauwerk dieser Größenordnung sind Adaptierungen am Zeitplan nichts Ungewöhnliches. Zurzeit ist die Ausschreibung im vollen Gange, wir rechnen mit Baubeginn im Herbst dieses Jahres. Mit den ersten sichtbaren Vorarbeiten, wie der Rodung an den zukünftigen Rampen, wurde bereits begonnen.


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