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Die Klimastrategie 2030 für Pichl: „Das sind alles unsere Ideen!“

Gerald Nowak, 14.01.2025 14:08

PICHL. Der Prozess ging mit Workshops über mehrere Monate. Politisch folgte im Herbst 2024 einstimmig der Beschluss für die Klimastrategie 2030 der Marktgemeinde: „Das sind alles unsere Ideen!“, sagt Gemeindevorstand Martin Schönmayr.

Norbert Rainer (Klimabündnis), Gerhard Seemann (Bürgermeister Pichl), Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, Martin Schönmayr (Gemeindevorstand Pichl), Lisa Eisner (Klimabündnis) und Michael Kloiböck (Amtsleiter Pichl) beim neuen E-Car-Sharing-Auto, das neben vielen anderen Maßnahmen auch ein wichtiger Baustein der neuen Klimastrategie der Gemeinde Pichl ist (Foto: Tips)

2023 machte man sich auf den Weg und holte von Beginn an die Bürger mit ins Boot. Das Klimabündnis Oberösterreich begleitete den Prozess: „Es gab tolle Stimmung bei den Workshops. Es sind schon sehr viele mit Ideen gekommen und haben fertige Flipcharts mitgebracht“, erinnert sich Projektleiterin Lisa Eisner. Die Teilnehmer waren hochmotiviert. Mittels Fragebogen wurden außerdem die Klimaschutz-Ideen der Gemeindevertreter und Bürger abgefragt. Wichtig war es, die Klimastrategie realistisch aber auch nachhaltig zu gestalten. Es gab sechs Umsetzungsworkshops zu drei Themenbereichen „Klimafreundliche Mobilität“, „CO2-neutrale Energie und Gebäude, Bodenschutz und Raumordnung“ und „Bewusstseinsbildung, Beschaffung und Ernährung, Lebensstil und Kreislaufwirtschaft“ organisiert, bei denen intensiv an der Sammlung von konkreten Maßnahmen gearbeitet wurde.

Schon umgesetzt

Die ersten Projekte sind schon umgesetzt. Vor der Mittelschule gibt es eine Schulstraße, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Eltern-Taxis einzudämmen. Dazu kommt der Wechsel auf LED-Beleuchtung: „Wir wollen die gesamte Straßenbeleuchtung umstellen. Da wir aber Härteausgleich-Gemeinde können wir das derzeit nicht machen“, sagt VP-Bürgermeister Gerhard Seemann. Aber man wird alles dran setzen. Denn die Strategie ist ehrgeizig. Es geht um den Bau von PV-Anlagen und die Gründung von erneuerbaren Energiegemeinschaften. Zwei neue E-Ladesäulen sind aufgestellt. Weitere werden geplant. Geh- und Radwege sollen ausgebaut und Fahrgemeinschaften installiert werden. Im Zentrum der Marktgemeinde wird an Grünzonen gedacht, plus die Reduzierung von Bodenversiegelung. Auch beim Thema Beschaffung und Veranstaltungen setzt die Gemeinde auf Nachhaltigkeit und Regionalität.

Das Besondere an der Klimastrategie ist, dass auch die Verwaltung mit an Bord ist: „Denn die müssen es ja dann auch umsetzen“, sagt Norbert Rainer vom Klimabündnis und weiter „Pichl kann so Vorbild für andere Gemeinden sein und zeigt wie mehr Freiheit durch günstige erneuerbare Energie, mehr Sicherheit durch Geh- und Radwege oder mehr Gemeinschaft durch belebte öffentliche Orte geschaffen wird.“. Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) gratuliert den Pichlern: „Der Klimaschutz ist eine der drängendsten Aufgaben unserer Zeit und erfordert entschlossenes Handeln auf allen Ebenen – von der internationalen Gemeinschaft bis hin zu den einzelnen Gemeinden. Die finanziellen Herausforderungen sind mir bewusst für die Gemeinde. Aber wir müssen die Maßnahmen jetzt setzen und sie sind wichtige Investitionen für die Zukunft und auch den Wohlstand“.


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