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WELS. Der City Retail Report stellt der Stadt ein gutes Zeugnis aus. Mit Stand Herbst 2024 liegt der Leerstand im Zentrum bei 2,7 Prozent. Die Verantwortlichen wollen den Weg weitergehen und setzen auf drei Säulen. Attraktivierung des Lebensraums Innenstadt, Frequenzbringer und Zusammenarbeit zwischen den Stakeholdern.

Blick auf Wels (Foto: Stadt)
Blick auf Wels (Foto: Stadt)

Die jüngsten Entwicklungen im Zentrum was Schließungen (Trachten Thalbauer, Roman F., Wanderbäcker, Taste of Istria) anbelangt, sind nicht mit eingerechnet. „Mit unserem Netzwerk werden wir Nachmieter finden oder sind bereits in Verhandlungen“, so FP-Bürgermeister Andreas Rabl. Das Wirtschaftsservice funktioniert im permanenten Austausch der Partner. Seit Jahren passt die Zusammenarbeit und hat den Leerstand gesenkt: „Wir werden den Lebensraum Innenstadt weiter aufwerten, sicher machen und so für Gäste attraktiv sein“, meint Rabl. Das bedeutet auch weiter große und kleine Veranstaltungen, damit sich die Stadt und vor allem das Zentrum herzeigen kann: „Wir stehen gut da, das geht aber nur mit beharrlicher Arbeit“, legt VP-Wirtschaftsstadtrat Martin Oberndorfer. Deswegen braucht es eine stetige Weiterentwicklung in allen Bereichen. Das reicht von der Verdichtung bis hin zu mehr Grünanlagen.

Mode stagniert, Gastro nicht der Alles-Retter

Generell machen naturgemäß Entwicklungen nicht vor Wels hat. Der Mode-Bereich hat es schwer. Die Gastro ist nicht der Alles-Retter. Hannes Lindner, Geschäftsführer von Standort + Markt, die den City-Retail Report jährlich erstellen. „Die Städte werden sich auf A und B-Lagen konzentrieren müssen. Der Hauptbesuchsgrund der Citys, die Mode, wird durch E-Commerce wie Temu, Shein & Co, hart unterlaufen. Wenn nicht bald auf politischer Ebene neue Spielregeln festgezurrt werden, sind neue Cityförderprogramme zwecklos“. Eine Reduzierung der Shopflächen in Österreich ist absehbar. „Die Innenstädte können sich auf Dauer nur behaupten, wenn sie multifunktional sind und viel Qualität liefern. Wels zeigt dies in den letzten Jahren vor“, so Lindner und weiter „Auch wenn im letzten Jahr eine Angebotsverlagerung von der Mode hin zu Gastronomie und Dienstleistung festzustellen war, ist der Mix der Welser City als gesund, lebendig und attraktiv einzustufen, die Leerstandsquote ist dank des aktiven Ansiedlungsmanagements exemplarisch niedrig“.


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