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Campus 42 Wels: radikales Konzept für die IT- und Softwaretechniker-Ausbildung

Gerald Nowak, 22.01.2026 13:26

WELS. Die Industrie benötigt IT- und Softwareentwickler an allen Ecken und Enden. Mit einer radikal neuen Form des Lernens bietet Ecolé 42 genau das an. Der Campus 42 Wels verspricht hohes Ausbildungsniveau für die Fachkräfte der Zukunft.

  1 / 2   v.l.: Stefan Pierer (Pierer Industry), FP-Bgm. Andreas Rabl, Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß (Geschäftsführung Fronius International GmbH und Vorstand 42 Austria), Florian Brunner, (Geschäftsführer 42 Vienna) (Foto: Stadt)

Das Modell von 42 bricht mit herkömmlichen Strukturen. Es gibt keine Lehrkräfte, Lehrer oder Noten. Das Ausbildungsmodell basiert auf Peer-to-Peer-Learning (Wissensaustausch unter Gleichgestellten), Projektarbeit und Gamification (spielerisches Lernen). Die Studierenden lösen reale technische Herausforderungen, organisieren sich selbst und entwickeln gezielt Problemlösungskompetenz, die in der modernen Wirtschaft gefordert ist.

„Talente ausbilden“

„So werden gezielt jene Talente ausgebildet, die unsere Industrie für die digitale Transformation dringend benötigt“, sagt Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß (Geschäftsführung Fronius und Vorstand 42 Austria).

Der Campus, angesiedelt im WDZ 5 hat 24/7 geöffnet. Der Einstieg erfolgt über eine vierwöchige Intensiv-Trainingsphase, bei dem die Eignung und Begeisterung für das Modell getestet werden. Auf 1.160 Quadratmetern ist wird der Campus im Westpark Wels mit moderner Hardware ausgestattet und bietet kreative Lernzonen für eine Gemeinschaft von IT-Talenten.

„Kritisches Denken, Teamarbeit und Resilienz“

„Der Fortschritt der Künstlichen Intelligenz verändert Wirtschaft und Gesellschaft schneller, als klassische Ausbildungssysteme reagieren können – das ist längst Realität. Gefragt sind Menschen, die gelernt haben zu lernen, sich laufend anzupassen und Verantwortung zu übernehmen. Fähigkeiten wie kritisches Denken, Teamarbeit und Resilienz werden durch KI nicht ersetzt, sondern immer wichtiger. 42 ist seit über zehn Jahren genau für diese Entwicklung gebaut“, erklärt Florian Brunner, Geschäftsführer 42 Vienna. 

Man steht nicht in einer Konkurrenz zu Universitäten oder Fachhochschulen, sondern fördert hier Talente, die im normalen Schulbetrieb sich nicht wohlfühlen oder durchkommen. Brunner sagt aber auch klar, dass diese Form der Ausbildung kein Selbstläufer ist. Bei den Vorbereitungswochen ist schnell klar, ob das Programm für jeden geeignet ist. 

FP-Bürgermeister Andreas Rabl ist begeistert: „Wels investiert gezielt in die Zukunft. Der Campus 42 macht unsere Stadt international als modernen Technologiestandort sichtbarer. Wir schaffen hier einen Ort, an dem die Synergie aus Bildung, Innovation und Wirtschaft im Vordergrund stehen“. 

Absolut kostenlos

Das Programm wird durch Partner finanziert und ist kostenlos. Die Bewerber müssen mindestens achtzehn Jahre alt sein. Talent, Ausdauer und Teamfähigkeit sind absolut notwendig. In einem vierwöchigen Auswahlverfahren können die Bewerber austesten, ob dieses Konzept auch etwas für sie ist. Im September startet das Programm im WDZ 5. Bewerbungen sind unter www.42wels.at möglich.


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