"Finanzielle Situation der Gemeinden ist dramatischer als vermutet"
LINZ/WELS-LAND. 303 der 438 Gemeinden in Oberösterreich können ihr Budget nicht ausgleichen. Das ergab eine SPÖ-Anfrage im Landtag. Die Folgen sind dramatisch.

In Wels-Land ist Buchkirchen eine Härteausgleichgemeinde. Das bedeutet die Auflage umfangreiche Sparmaßnahmen durchzuführen. Krenglbach bilanziert mit einer schwarzen Null. Laut dem Landesrechnungshof zahlten die Städte und Gemeinden Oberösterreichs in letzter Zeit 121 Millionen Euro mehr an das Land, als sie zurückerhielten. „Die finanzielle Situation der Gemeinden ist dramatischer als vermutet. 380 Gemeinden haben im letzten Jahr 180 Millionen Euro Rücklagen aufgelöst. Doch was passiert, wenn alle Rücklagen aufgebraucht sind? Es ist dringend notwendig, die Benachteiligung der Gemeinden durch das Land zu beheben“, fordert Labg. Heidi Strauss. Es brauche grundlegenden Änderungen seitens des Landes.
Die angespannte Budgetlage zwingt die Gemeinden dazu, die Leistungen zu reduzieren. Freizeit´, Sport und Kulturangebote werden reduziert oder Bauprojekte verschoben. Gemeinden gestalten mit ihren Investitionen und Dienstleistungen den Alltag der Menschen: „Sie schaffen damit ein lebenswertes Umfeld für alle Generationen und stärken so gleichzeitig die regionale Wirtschaft, insbesondere lokale Handwerksbetriebe“, fordert Strauss ein Umdenken.


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