Zwei Gründer aus Wels lösen das Fachkräfteproblem für Industrie und Mittelstand
OÖ. Ihre Methoden haben die Gründer in der Industrie bei Resch&Frisch und BRP-Rotax entwickelt. Heute setzen bereits diverse Betriebe aus Oberösterreich auf ihr Verfahren.

Marcus Schnellinger und Daniel Muftić kennen das Recruiting aus der Praxis: Bei Resch&Frisch und BRP-Rotax haben sie selbst miterlebt, wie viel Zeit und Budget in Methoden fließen, die längst nicht mehr zeitgemäß sind. Die Ansätze, die sie dort entwickelt haben, haben sie seither konsequent weiterentwickelt. Mit Erfolg: Zu den ersten Kunden ihrer Adspresso GmbH zählen bereits diverse Betriebe aus Oberösterreich, darunter die Silhouette International Schmied AG. Nun bringt das Welser Start-up sein Know-how zu Unternehmen in ganz Österreich und im DACH-Raum.
Warum klassische Wege oft ins Leere laufen
Wer heute eine Stelle ausschreibt, erreicht in erster Linie Menschen, die ohnehin gerade suchen. Breit gestreute Werbeanzeigen erzeugen zwar Reichweite und Bewerbungen, aber selten die passenden. Personalvermittler wiederum greifen häufig auf denselben überschaubaren Pool an Lebensläufen zurück, der auch der Konkurrenz vorliegt. Für die Betriebe summiert sich das: Sie investieren Budget, binden die Zeit ihrer Führungskräfte, und die Stelle bleibt trotzdem unbesetzt.
„Viele Betriebe glauben, dass es am Markt einfach keine Fachkräfte mehr gibt. Unsere Erfahrung ist eine andere: Die Leute sind da, sie sind nur nicht arbeitssuchend auf Jobbörsen unterwegs. Man muss sie dort erreichen, wo sie ohnehin sind, und ihnen einen guten Grund geben, sich zu melden“, sagt Marcus Schnellinger, Geschäftsführer der Adspresso GmbH.
Der passende Kanal-Mix für jede Stelle
Herzstück von Adspresso ist das selbst entwickelte TalentBlend™ Verfahren. Statt auf einen einzelnen Kanal zu setzen, wird für jede Stelle eine eigene Kombination zusammengestellt: digitale Kanäle, gezieltes Active Sourcing und die hauseigene Jobplattform Karrierecafé. Damit öffnet sich auch der sogenannte verdeckte Arbeitsmarkt, also jene Fachkräfte, die aktuell nicht aktiv suchen, für ein passendes Angebot aber offen sind.
„Wir haben über Jahre getestet, was im Recruiting wirklich funktioniert, und alles andere konsequent aussortiert. Übrig geblieben ist ein System, das sich für jede Stelle wiederholen lässt und bei dem am Ende nur eines zählt: dass eine Fachkraft eingestellt wird.“ , erklärt Daniel Muftić, Geschäftsführer der Adspresso GmbH.
Gelernt in zwei oberösterreichischen Leitbetrieben
Ihr Rüstzeug haben sich Schnellinger und Muftić an der FH Hagenberg und der JKU Linz geholt. Geschärft wurde es in der Praxis bei Resch&Frisch und BRP-Rotax, zwei Unternehmen, die laufend eine große Zahl an Fachkräften und Lehrlingen gewinnen müssen. Dort entstanden die Ansätze, auf denen TalentBlend™ heute aufbaut.
Der Anspruch der Gründer: Recruiting soll transparent und planbar sein und ein klares Ergebnis liefern, statt Budget ins Ungewisse zu stecken. Weil Adspresso inzwischen für eine Vielzahl von Betrieben sucht, verfügt das Team zudem über laufende Vergleichswerte, etwa darüber, welche Fachkräfte derzeit besonders schwer zu finden sind und wohin sich der Arbeitsmarkt entwickelt.
Erfahrungen aus der Praxis
Zu den ersten Kunden zählen mehrere Betriebe aus Oberösterreich, Dagmar Dollhäubl von der Silhouette international Schmied AG beschreib die Zusammenarbeit wie folgt: „Wir konnten in relativ kurzer Zeit qualifizierte Bewerber für eine Elektrotechnik-Stelle finden. Die Zusammenarbeit mit Adspresso ist dementsprechend unkompliziert und ergebnisorientiert.“
Mehr zum Verfahren: adspresso.at/talentblend







