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Kommandant der FF Wesenufer stirbt völlig unerwartet - sein Vater folgt Dornetshumer am selben Tag in den Tod

Elena Auinger, 20.02.2018 11:29

WESENUFER. Große Trauer und Bestürzung herrschte im kleinen Ort Wesenufer, als Feuerwehrkommandant Rudolf Dornetshumer am 12. Februar völlig unerwartet im Alter von 57 Jahren verstarb. Für seinen 92-jährigen Vater dürfte die Aufregung um den Tod seines Sohnes zu viel gewesen sein: er verstarb noch am selben Tag.

Kommandant Rudolf Dornetshumer (*11. März 1960, +12. Februar 2018)
  1 / 2   Kommandant Rudolf Dornetshumer (*11. März 1960, +12. Februar 2018)

Pflichtbewusstsein, Verlässlichkeit, Hilfsbereitschaft, Humor und Handschlagqualität – stets getragen vom Geist der gegenseitigen Achtung und der Zusammenarbeit – diese Attribute schienen für Rudi Dornetshumer geradezu erfunden worden zu sein. Seine positive Einstellung zum Leben und sein Umgang mit den Menschen steckte einfach an und er machte dabei keinen Unterschied zwischen Arbeit, Feuerwehr und Privatleben.

Vom Bankkaufmann zum Fernfahrer

Geboren am 11. März 1960 in Wesenufer, maturierte Rudi Dornetshumer nach dem Besuch der Volksschule in Wesenufer und der Hauptschule in Eferding an der HAK in Eferding mit ausgezeichneten Erfolg. Seine Begeisterung für die Technik im Allgemeinen und für Fahrzeuge im Besonderen waren es wohl auch, die ihn nach einigen Jahren im Dienste der Oberbank in Linz im Jahr 1993 dazu bewegte, fortan als „Kapitän der Landstraße“ für die Firma Bruno Melchart in Aschach Obst quer durch Europa zu transportieren und damit sein Hobby zum Beruf zu machen.

Private Leidenschaft: Feuerwehr

Seine private Leidenschaft galt der Feuerwehr. Nach heutigen Maßstäben ein Spätberufener, wurde Dornetshumer mit 23 Jahren aktiver Florianijünger. Seine Wegbegleiter berichten von seinem außerordentlichen Wissensdurst und seiner Begeisterung, wenn es um technische Belange, vor allem im Feuerwehrwesen ging. So war es auch nicht weiter verwunderlich, dass er neben den diversen Ausbildungen in Bereichen wie Funk, Wasserwehr und Atemschutz das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold, die sogenannte „Feuerwehrmatura“, als Landessieger absolvierte – darauf war er dann trotz seiner äußerst bescheidenen Art doch auch ein kleinwenig stolz.

Kommandant der FF Wesenufer

Bereits fünf Jahre nach seinem Eintritt wurde er 1988 zum stellvertretenden Kommandanten der FF Wesenufer gewählt. Seit 2003 führte Kommandant Rudi Dornetshumer seine Wehr mit Umsicht und Weitblick. Legendär waren neben seiner Vorliebe für Mehlspeisen seine einzigartigen, stets von Humor und positiver Lebensanschauung getragenen öffentlichen Reden. Dadurch werden selbst seine Nachrufe für verstorbene Kammeraden – natürlich immer ohne Zettel – ewig in Erinnerung bleiben.

Vater folgt seinem Sohn am selben Tag in den Tod

Dass Rudi Dornetshumer nun selbst – völlig unerwartet und viel zu früh, im 58. Lebensjahr – der Grund für sehr emotionale, von großer Trauer und Bestürzung getragene Nachrufe wurde, lag neben seiner großen Beliebtheit, auch an der Tatsache, dass sein Vater Rudolf am selben Tag wie sein Sohn im 93. Lebensjahr verstarb. Für das jahrzehntelange aktive Mitglied des Musikvereins Wesenufer dürfte die Aufregung rund um den plötzlichen Tod seines Sohnes zu viel gewesen sein. Vater und Sohn wurden am vergangenen Samstag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und zahlreichen regionalen und überregionalen Vertretern des Feuerwehrwesens zu ihrer letzten Ruhestätte am Friedhof in Wesenufer geleitet.


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