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WOLFSBACH. Sabine Wieser entdeckte vor Jahren die Fotografie für sich. In ihren Bildern spielt die Landschaft des Mostviertels eine große Rolle. Tips unterhielt sich mit Sabine Wieser über Landschafts- und Portraitaufnahmen sowie über ihr Herzensprojekt, dem Mostviertelkalender 2018.

Sabine Wieser posiert auch von Zeit zu Zeit vor der Kamera. Foto: Jakob Kasser
  1 / 4   Sabine Wieser posiert auch von Zeit zu Zeit vor der Kamera. Foto: Jakob Kasser

„Die Fotografie habe ich vor zirka sieben Jahren für mich entdeckt, als ich eine kleine, digitale Kamera zum Geburtstag bekommen habe. Ab diesem Moment war ich der Fotografie verfallen und steckte sehr viel Zeit und Energie in meine neue Leidenschaft. Zu Beginn meiner „Karriere“ waren ganz klassische Sonnenuntergänge mein liebstes Motiv und nach und nach kamen weitere Bereiche hinzu. Die Portraitfotografie wurde für mich erst seit einigen Jahren spannend und macht mir mittlerweile am meisten Spaß“, erzählt Sabine Wieser über die Anfänge ihrer Arbeit.

Learning by doing

„Ich freue mich sehr über meine Entwicklung und finde den Lernprozess, den ich durchgemacht habe, wahnsinnig interessant. Die Handhabung meiner Kamera, sowie Thema Bildbearbeitung, habe ich mir nahezu selbstständig und nach dem Motto Learning by Doing beigebracht. Natürlich besuchte ich auch den ein oder anderen Workshop, kaufte Online-Tutorials, oder lernte von YouTube-Videos. Ein Tipp, den ich aber allen Fotografen weitergeben kann ist, dass Übung den Meister macht. Je mehr Zeit man in seine Leidenschaft investiert, desto besser wird man“, antwortet Sabine Wieser auf die Frage, wie sie ihre Bilder von damals heute sieht.

Das Mostviertel in Bildern

Sabine Wieser greift das Thema Mostviertel vor allem in der Landschaftsfotografie aber auch in ihren Portraitshootings auf. „Einerseits natürlich, weil ich hier lebe und unsere schöne Natur zu schätzen weiß und andererseits, weil ich mich letztes Jahr intensiv mit der Aufnahme unserer Region beschäftigt habe. Mein Mostviertel Kalender 2018 war ein Herzensprojekt und sollte ein Anreiz sein, die Natur um sich herum von einem anderen Licht zu betrachten. Ich bin sehr gerne in der Natur und genieße unsere tolle Landschaft. Seien wir uns mal ehrlich, wer liebt die prachtvolle Birnbaumblüte im Frühling nicht? Ein Blick auf den Ötscher, wenn er im Spätherbst schon leicht mit Schnee angezuckert ist? Oder unsere kontrastreichen Äcker, die vor allem von weiter oben eine Augenweide sind. Ich könnte jetzt noch viele weitere Beispiele nennen, die für das Entdecken unserer Umgebung sprechen“, erzählt Sabine Wieser über ihre Verbundenheit zum Mostviertel.

„Ich bin dankbar für private Einblicke“

„Im Portraitbereich fotografiere ich ausschließlich Einzelpersonen, Paare, werdende Eltern oder auch gerne mal Freundinnen. Die Paarfotografie ist mein allerliebster Bereich ist und liegt mir ganz besonders am Herzen. Es ist für mich unglaublich spannend, wie unterschiedlich die Ergebnisse von Shooting zu Shooting ausfallen – romantisch, kreativ, sinnlich, lustig, verträumt – es gibt keine Grenzen. Vor allem muss ich betonen, dass ich ausgesprochen liebe Kunden habe, mit denen ich, obwohl ich sie im Vorhinein oft noch nicht kannte, immer eine lustige und intensive Zeit verbringe. Man darf nicht vergessen, dass sich die Menschen mir gegenüber sehr öffnen und viele private Einblicke zulassen – dafür bin ich am meisten dankbar“, erzählt die Fotografin und merkt an: „Ich blicke auf alle Shootings mit Freude zurück und finde, dass jedes Shooting auf seine Art und Weise ganz besonders war.“

Inspirationsquellen: Natur als Ausgleich zum Alltag

„Ich versuche weitestgehend meine eigenen Ideen umzusetzen und schöpfe vor allem bei abendlichen Fotostreifzügen neue Ideen. Je gelassener ich bin, desto mehr kann ich von unserer schönen Umgebung Inspirationen schöpfen. Das bedeutet, dass ich meist eine Location sehe und spontan eine Idee dazu im Kopf habe. Die Natur ist mein Ausgleich vom Alltag und lässt mich zur Ruhe kommen. Natürlich möchte ich meinen Kunden eine gewisse Vielfalt anbieten und bin deshalb oft gezielt auf der Suche nach neuen passenden Orten“, erzählt Sabine Wieser.

„Ich folge den unterschiedlichsten Fotografen auf social media Kanälen – dadurch bekomme ich Einblicke in die Arbeitsweise anderer Gleichgesinnten, was mich natürlich auch sehr inspiriert“, verrät die Fotografin.

Als Fotografin vor der Kamera

Sabine Wieser wechselt ihren Platz hinter der Kamera auch von Zeit zu Zeit auch vor die Linse. „Ich finde es sehr wichtig, in die Rolle des Kunden zu schlüpfen, da ich dadurch lernen konnte, wie es sich anfühlt vor der Kamera zu stehen, welche Gedanken man sich im Voraus über Outfit oder dergleichen macht und mit welchen Tipps ich meine Kunden besonders vorteilhaft ablichten kann. Das Thema Bewegung ist bei mir ein sehr zentraler Punkt, mit dem ich es schaffe, die Anspannung meiner Kunden zu nehmen und so sehr natürliche Momente festhalten kann“, erzählt die Fotografin.

Ideen und künftige Projekte

„In meinem Kopf gibt es unzählige Ideen, die ich gerne verwirklichen möchte. Oft ist es die Zeit, die fehlt, aber ich möchte mich in Zukunft mehr mit der Schwarz/Weiß-Fotografie auseinandersetzen und Charakterportraits schaffen. Landschaftlich gesehen zählt Island zu meinen Hotspots und mit der Aufnahme des Mostviertels möchte ich mich 2019 wieder intensiver beschäftigen“, erzählt sie abschließend.


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Roland
Roland
04.10.2018 18:24

Fotos

Hier gibt es die wirklich guten Fotos: https://bit.ly/2NhJVT3