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YBBSITZ. Das 10-jährige Bestehen des außergewöhnlichen Ybbsitzer Schmiede-Museums war ein guter Grund, am 20. Oktober die vergangenen Jahre noch einmal Revue-passieren zu lassen, verschiedenste Personen zu Wort kommen zu lassen und an die Zukunft zu denken. Musikalisch umrahmt wurde die Jubiläumsfeier vom Gesangsverein Ybbsitz, unter der Leitung von Micha Sengschmid.

Gelungene Geburtstagsfeier
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Nachdem Bürgermeister Josef Hofmarcher (ÖVP) einen kurzen Rückblick über die Idee und Entstehung des Ferrums gab, begrüßte er die zahlreichen Ehrengäste, wie ÖVP-Nationalratsabgeordneten Andreas Hanger, die Ehrenbürger und Ehrenringträger, den Vizebürgermeister und die Gemeinderäte, die Schwarzen Grafen, die Kulturvermittler, Schmiede, Lieferanten, Mitarbeiter und Gäste.

Ein besonderer Dank galt der leider nicht anwesenden GönnerinWaltraud Welser für die Unterstützung bei Entstehung und Betrieb des Ferrums.

Bgm Hofmarcher erwähnte voll Stolz, dass das Ferrum und die Schmiedetätigkeit in Ybbsitz 2010 auf die „Liste der immateriellen Kulturerbe“ der UNESCO aufgenommen wurden. Weiters wurde Ybbsitz 2016 für den Österreichischen Baukulturpreis nominiert und ausgezeichnet. Eine besondere Ehre ist, dass das Ferrum außerdem in der „Fachzeitschrift der Schmiede“ vom Herausgeber als „schönstes Schmiede- und Eisenmuseum in ganz Europa“ genannt wurde.

Susanne Rumpl führte charmant die Interviews mit Gesprächspartnern, die mit dem Ferrum in verschiedenster Weise in Verbindung stehen.

Aus dem Bereich Kultur kamen Gesangsvereinsobfrau Ingrid Rinagl und Chorleiter Micha Sengschmid sowie Sprecherin der Eisenstraßenmuseen Eva Zankl und Historiker und schwarzer Graf Bertl Sonnleitner zu Wort. Sonnleitner erzählte über die Gründung der Eisenstraße im damaligen Kremayr-Haus, dem heutigen Ferrum. Rinagl und Sengschmid betonten, dass das Ferrum für sie ein Ort des Zusammenseins der verschiedensten Gruppierungen sei – und wie großartig es ist, dass die Räumlichkeiten auch für Konzerte und dergleichen genutzt werden. Zankl wies darauf hin, dass Museen in der heutigen Zeit wichtiger als je zu vor sind und dass das Ferrum gemeinsam mit dem 5-Elemente-Museum Waidhofen der „Leuchtturm unter den Museen der Region“ ist.

Gastronom Christian Kamleitner bestätigte die zentrale Rolle des Schmiedens für die Gastronomie und betonte wie wichtig es auch für die Zukunft ist, aufeinander zuzugehen und gemeinsam zu Schaffen. Die Leiterin des Pilger- und Fastenhauses Maria Seesal Ulrike Ginzler sprach die Begeisterung ihrer Gäste an, wie viele Sehenswürdigkeiten es hier in Ybbsitz gibt.

Die Ferrum-Mitarbeiterin Erika Helm erinnerte sich an besondere Gäste, wie zum Beispiel Dirigent Franz Welser-Möst oder eine Reisegruppe aus Indien.

Kulturvermittler Ludwig Hansen lobte, dass im Ferrum, beim Schauschmieden und generell an der Schmiedemeile alle Sinne angesprochen werden.

Biobäuerin Poldi Adelsberger aus Randegg erinnerte sich an den ersten Kontakt mit dem Ferrum und wie es dazu kam, dass sie zur Lieferantin wurde. Auch die extra kreierten Köstlichkeiten, wie der Schmiedmost, die Schmiedperle oder das Schmiedfeuer wurden erwähnt.

Der Ybbsitzer Schmied Sepp Eybl stellte dar, wie wichtig das Ferrum als „Anlaufstelle“ ist und dem Besucher hilft, das Schaffen der Schmiede besser zu begreifen.

Der gebürtige Ybbsitzer Künstler und Architekt Joseph Hofmarcher lobte, dass es Ybbsitz trotz demographisch und geographisch etwas schwierigerer Lage geschafft hat, international gefragt zu sein.

Bei den Wünschen für die kommenden 10 Jahre waren sich alle Gesprächspartner einig: viel Erfolg, einen weiteren Aufwärtstrend sowie dass das einzigartige Museum Ferrum noch viel bekannter wird.

Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger betonte wie schön es ist, wenn Visionen und Ideen umgesetzt werden, indem man einfach daran glaubt – das Ferrum ist dafür ein absolutes Vorzeigeprojekt. Er merkte an, dass Häuser wie das Ferrum in der heutigen Zeit sehr wichtig sind, weil sie es schaffen Identität aufzubauen und zu vermitteln. Dabei sei nicht zu vergessen: das Wichtigste, was solche Infrastrukturen brauchen, sind in erster Linie Menschen, die agieren.

Nach einem wirklich gelungenen offiziellen Teil der Jubiläumsfeier ließ man bei einem kleinen Imbiss und dem speziellem Jubiläumswein den Abend ausklingen. Die Bewirtung erfolge charmant seitens der Fachschule Unterleiten.


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