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KONRADSHEIM. 1.075 Euro konnten die engagierten Frauen der KFB-Konradsheim mit ihrer Suppenaktion zum Familienfasttag am Sonntag, 7. März 2021, erlösen. Am Dorfplatz gaben sie aus ihren großen Töpfen den Messbesuchern ihre köstlichen Suppenvariationen mit nach Hause.  

  1 / 2   Hannerl Obermüller legte in der Kirche eine Auswahl bunter Textilien mit den typischen Ornamenten der indigenen Tradition aus Guatemala auf.

Sie hielten damit auch in Coronazeiten ihre langjährige internationale Solidaritätsarbeit aufrecht. Der Erlös kommt heuer dem Frauenprojekt Amoixquic in Guatemala zugute.

Treffen mit Friedensnobelpreisträgerin Menchu

Hannerl Obermüller berichtete im Gottesdienst über ihren eigenen Besuch in Guatemala vor vielen Jahren im Rahmen ihres Entwicklungshilfeaufenthaltes in Nicaragua. Sie vermittelte viel von der Schönheit des Landes, von der Fülle der Natur und ihrer Früchte, von der Farbenpracht der Textilien seiner Menschen und von der beeindruckenden Architektur der Mayapyramiden.  Sie hatte damals auch die guatemaltekische Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Menchu persönlich getroffen.

Sparvereine für Unabhängigkeit

Im Westen des schönen Landes, das noch immer von den Spuren des Bürgerkrieges 1960–1996 gezeichnet ist, gehen die Frauen von Amoixquic einen neuen Weg in der Nahrungsmittelbesorgung. Agro-ökologische Nutzgärten, Wurmkompostierung, natürliche Pflanzenschutzmittelherstellung, Heilpflanzenkultivierung und eigene Saatgutherstellung sind wichtige Wege zur Erringung neuer Selbstständigkeit. Sie docken damit an die lange, erfolgreiche und  kleinräumige Maya-Landwirtschaftstradition mit der enormen Sortenvielfalt an. Mit selbst gegründeten Sparvereinen arbeiten sie bewusst an der ökonomischen Unabhängigkeit. Sie knüpfen ein Netzwerk der Liebe und Gemeinschaft.

Gutes Leben für alle

In der Schlussmeditation des Gottesdienstes hieß es: „Ich bin ein Teil der Gemeinschaft von Frauen, die ermächtigt und neue Perspektiven eröffnet. Ich bin ein Teil der Hoffnung, die auf ein gutes Leben für alle setzt. Ich bin ein Teil des Durstes nach umfassender Gerechtigkeit.“ Dass der Geist der Solidarität von den KFB-Frauen stets neu belebt wird, ist ein Segen für die örtliche Pfarrgemeinde und für das weltweite Netz der Menschlichkeit.


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