Kinderbuchautor Heinz Janisch verzauberte mit "Wolken-Kino" und Mozart-Anekdoten
ZWETTL. Kinder, Eltern und Großeltern erlebten am 20. April in der Stadtbücherei Zwettl eine spannende, fantasie- und humorvolle Entdeckungsreise in die Welt der Bücher mit dem bekannten Kinderbuchautor Heinz Janisch.

Büchereileiter Hans Koller hieß den vielseitigen Autor Heinz Janisch, der für seine Werke schon viele Preise und Auszeichnungen erhalten hat, herzlich willkommen.
„Wolken-Kino“ und „Hör-Rätsel“
Zur Einstimmung erzählte Janisch vom „Wolken-Kino“: er schilderte, wie ihm und seiner Tochter Lilli beim Betrachten des Himmels und der Wolken oft die lustigsten Verse und Reime einfallen und lud die Gäste ein, auch mal der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Weiter ging es mit einem Hör-Rätsel, bei dem es galt, mit geschlossenen Augen verschiedene Geräusche zu erraten – die jungen Hörtalente erkannten jedes vom Autor produzierte Geräusch in Sekundenschnelle knackten so selbst „harte Nüsse“.
Wissenswertes über den „kleinen“ Mozart
Nach den unterhaltsamen „Auflockerungsübungen“ begann Heinz Janisch seine Lesung mit einem Streifzug durch das Bilderbuch „Es gibt so Tage …“, um dann mit einem lustigen Mozart-Musikquiz zum Hauptthema überzuleiten, nämlich zum Musikbilderbuch „Eine kleine Nachtmusik – Wolfgang Amadeus Mozart träumt Musik“.
Die Kinder erfuhren viel Wissenswertes über Mozart, zum Beispiel was der berühmte Komponist am liebsten aß (Knödel mit Saft), was er tat, wenn er sich zu langweilen begann (auf einen Sessel springen und lautstark miauen wie eine Katze), dass der große Mozart körperlich eher von kleiner Statur gewesen ist (veranschaulicht wurde dies mit Hilfe eines Maßbandes und einer jungen Assistentin aus dem Publikum) und dass er es als „Wunderkind“ im Leben nicht immer leicht gehabt hat.
Glücksmomente und Wortdetektive
Zum Schluss präsentierte Heinz Janisch unterhaltsame Glücksmomente aus dem Buch „Herr Jemineh hat Glück“. Und mit Hilfe von Flipchart und Stift gab es noch einen kleinen Einführungskurs für „Wortdetektive“. „Eine Bücherei ist ein wunderbarer Ort, um Wortdetektiv zu spielen und um Wörter zu entdecken, die sich in anderen Wörtern verstecken“, im „Wort“ versteckt sich etwa der „Ort“, im Wort „Traum“ der „Raum“ und so weiter.
Inspirierende Lesung
Künstlerin Linde Waber, selbst ein „großer Janisch-Fan“, ließ sich von der Lesung zu einer „Tageszeichnung“ inspirieren und lud die Kinder ein, diese Zeichnung mit eigenen Beiträgen zu ergänzen – im Nu füllte sich das Blatt mit farbenfrohen Blumen, Schmetterlingen und bunten Ornamenten. Heinz Janisch nahm sich nach der Lesung gerne Zeit, um Fragen zu beantworten und um Bücher zu signieren.
Susanne Scholl und Anton Pelinka lesen in Zwettl
Die Lesung mit Heinz Janisch bildete den Auftakt zur dreiteiligen Veranstaltungsreihe „Geschichte in Geschichten“, die die Stadtbücherei Zwettl heuer mit Unterstützung des Büchereiverbandes Österreichs durchführt (nächste Termine: 5. Oktober 2018, 19.30 Uhr – Lesung mit Susanne Scholl: „Wachtraum“; 9. November 2018, 19.30 Uhr – Lesung mit Anton Pelinka: „Die gescheiterte Republik – Kultur und Politik in Österreich 1918-1938).


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