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SPITTAL AN DER DRAU/ZWETTL. Der gebürtige Zwettler Andreas Onea sprang beim internationalen Schwimm-Meeting am dritten Jänner-Wochenende in Kärnten neben Olympia-, WM- und EM-Startern als einziger Para-Schwimmer ins Becken und holte wider Erwarten eine Bronzemedaille.

Gelungener Jahresauftakt für Andreas Onea; Foto: Andreas Onea
Gelungener Jahresauftakt für Andreas Onea; Foto: Andreas Onea

Zum ersten Mal gelang es Andy Onea bei einem Wettkampf von Menschen ohne Behinderung am Podium zu stehen - und das trotz fehlender Inklusionswertung. Über 200 Meter Schmetterling gelang ihm mit einer Zeit von 2:36,01 Minuten eine neue Bestzeit und damit Österreich-Rekord auf der Kurzbahn. Diese Leistung sorgte für den unerwarteten dritten Platz und damit für eine bronzene Premiere am Podium. „Als ich während der Siegerehrung meinen Namen gehört habe, habe ich es zuerst nicht glauben können. Ich habe schon einiges erlebt, aber das ist etwas womit ich nie gerechnet habe. Da habe ich schon ordentlich schmunzeln müssen.“, freute sich der Heeressportler sichtlich.

Gelungener Jahresauftakt

Insgesamt ging Andreas Onea in sechs Bewerben an den Start und zeigte sich zufrieden mit den gezeigten Leistungen im ersten Wettkampf im neuen Jahr. „Das war der erste Wettkampf im neuen Jahr und das mitten aus der harten Trainingsphase heraus. Unter diesen Umständen freue ich mich, dass ich die technischen Vorgaben alle erfüllen konnte und hier einen hochwertigen Testwettkampf absolvieren konnte.“, bilanzierte der Vize-Europameister von 2018. Für Andy Onea steht in dieser Saison als Höhepunkt die Weltmeisterschaft in Malaysia im Juli 2019 an.

Über Andreas Onea

Andreas Onea ist österreichischer Para-Schwimmer. Im Laufe seiner Karriere gewann er unter anderem neun Silber- und Bronzemedaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Bei seiner dritten Paralympics-Teilnahme in Rio 2016 erfüllte er sich mit dem Gewinn von Bronze über 100 Meter Brust den großen Traum einer Paralympics-Medaille.

Nach einem schweren Autounfall im Mai 1998, bei dem ihm der linke Arm amputiert wurde, startete Onea mit dem Schwimmen als Therapie. Er schwimmt für den BSV Weißer Hof und zusätzlich für die Schwimm-Union Wien, wo er zeigt, dass Inklusion von Para-Sportlern im Umfeld von SportlerInnen ohne Behinderung möglich ist. Neben dem Sport widmet sich Onea einem MBA-Studium und moderiert die ORF-Sendungen „Licht ins Dunkel“ und „Ohne Grenzen“.


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