ASTEG. Seit Kurzem ist unser Bezirk Zwettl um ein „Land“ reicher – dem Knödel Land! Auch wenn es auf der herkömmlichen Landkarte als solches nicht zu finden ist – lässt das kulinarische Gebiet in der Kleinregion ASTEG bereits aufhorchen, nicht zuletzt mit der Premiere des Knödel Land Festes. Aber man will Gusto auf mehr machen. Tips bat den zuständigen Projektleiter, Reinhard Waldhör, um eine erste Zwischenbilanz.

Nahezu 1000 Knödel wurden in der Kaminstube Zlabinger aus Schwarzenau sowie beim Döllerwirt aus Groß Haselbach ausgekocht, darunter die begehrten Kaiserknödel. 200 Grammel-, Blunzen-, und Vegetarische Knödel richtete Christl Mayrhofer aus Großkainraths an, 120 Portionen gingen bei den Klangs aus Echsenbach über den Tisch und ganze 700 Goldstücke wurden im Zuge des ersten Tages der offenen Tür in der Knödelmanufaktur in Allentsteig ausgekocht, um nur ein paar Zahlen zu nennen. Die Bilanz der insgesamt neun Knödel Land Wirte in der Kleinregion kann sich sehen lassen. „Die Erwartungen, die wir als Region hatten, sind vollauf erfüllt beziehungsweise teilweise sogar übertroffen worden“, meint Reinhard Waldhör stolz.
Das Konzept, das seit Herbst 2015 erarbeitet wird, fällt auf fruchtbaren Boden. Die Idee ist allerdings schon um einiges älter. In einer launigen Nacht sinnierte Waldhör mit ein paar Gesellen, was man denn in Allentsteig auf die Füße stellen könnte. „Da kam der Gedanke, die Gemeinde zur Hauptstadt der Waldviertler Knödel zu machen.“ Einige Jahre später wurde die Idee auf die ASTEG-Region umgelegt. „Wir kommen jetzt in die Kontinuität, jeder Knödel Land Wirt hat sein Angebot, das funktioniert mittlerweile ganz gut.“ Natürlich habe es anfängliche Schwierigkeiten gegeben, die lange Kochzeit der Knödel etwa. Die Lösung: Der hungrige Gast bekommt einfach ein Stück mehr auf seinen Teller, dafür im Kleinformat.
Weitere Pläne? „Wir streben eine engere Zusammenarbeit mit dem Zukunftsraum Thayaland an, da gilt es jetzt im Zuge von Verhandlungen zu klären, inwiefern wir – auch was die Radroute betrifft – andocken können.“ Langfristiges Ziel sei es, sich als Genuss-Region im Waldviertel zu etablieren, auch an einem (tages)touristischen Paket werde gearbeitet. Fakt ist: Das Knödel Land Fest wird nächstes Jahr wieder ein Fixpunkt im Kalender sein.
Weiß Reinhard Waldhör eigentlich um die perfekte Zubereitung des Goldstücks? „Kochen kann ich die Knödel wunderbar, aber von der Zubereitung habe ich überhaupt keine Ahnung“, schmunzelt der Projektleiter, der übrigens die Fleischknödel präferiert.


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