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BEZIRK ZWETTL. Mittlerweile ist jeder Vierte über 80 Jahren von Demenz betroffen. Ab sofort gibt es vom Hilfswerk eigens ausgebildete Demenzbeauftragte für jeden Bezirk in Niederösterreich. Für die Region Zwettl übernimmt diese Funktion Karin Koller.

Karin Koller ist die Demenzbeauftragte für den Bezirk Zwettl. **Foto: Kathi Prinz
Karin Koller ist die Demenzbeauftragte für den Bezirk Zwettl. **Foto: Kathi Prinz
Etwa 100.000 Demenzkranke gibt es derzeit in Österreich, 2050 wird sich die Zahl der Betroffenen nahezu verdreifachen, so die Prognose. Das Niederösterreichische Hilfswerk hat auf diese Herausforderung reagiert und Gesundheits- und Krankenpfleger speziell ausbilden lassen. Seit Jänner 2015 ist Karin Koller nun Demenzbeauftragte im Bezirk. Ihre Aufgabe ist es, Angehörige und Betroffene zu unterstützen. Ein Großteil der älteren Menschen wird von Familienmitgliedern gepflegt, das Thema Demenz spielt hier eine wichtige Rolle. „Meine Aufgabe ist es vor allem, die pflegenden Personen zu entlasten und ihnen Tipps für den alltäglichen Umgang mit Demenzkranken zu geben“, erläutert Koller. Krankheit offen ansprechenBesteht ein Demenzverdacht in einer Familie, so sollte man sich Zeit nehmen, um darüber zu sprechen. Welche Dinge laufen nicht mehr in gewohnten Bahnen ab, was ist anders geworden? Ein Besuch beim Neurologen sei in jedem Falle ratsam. Hat der Demenzkranke bereits Orientierungsschwierigkeiten in den eigenen vier Wänden, ist es hilfreich, die Türen zu beschriften oder eine Telefonliste mit Namen und Fotos anzufertigen. Ganz spezielle Übungsbeispiele können dem Gedächtnis wieder auf die Sprünge helfen. „Wichtig im Alltag sind vor allem stets wiederkehrende Rituale“, betont Frau Koller. Entgegenwirken könne man der Krankheit nur bedingt, am besten wäre es, schon in jungen Jahren anzusetzen. Für die Krankheit mitverantwortliche Faktoren, wie zu wenig Flüssigkeit und Bewegung sowie zu viel Stress, sollten möglichst vermieden werden. Der Verlauf der Demenzkrankheit ist individuell verschieden. „Aber das letzte, was ein Demenzkranker verlernt, ist das Lachen“, sagt die Demenzbeauftragte abschließend. KontaktDemenzbeauftragte Karin KollerHilfswerk ZwettlHauensteinerstraße 153910 Zwettl02822/54222pflege.zwettl@noe.hilfswerk.at

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