Eine Initiative macht Gusto auf die Region: „Das beste Zuhause ist im Waldviertel“
RUDMANNS/WALDVIERTEL. In das Waldviertel zu ziehen, das war schon immer sein großer Traum. Vor zwei Jahren hat sich dieser erfüllt. Nun hat Peter Keller eine Initiative ins Leben gerufen, die das Ziel verfolgt, die Region zu fördern: „zuHaus im Waldviertel“.

„Wir möchten nicht aufzeigen, was das vielzitierte mystische – sondern das moderne, fortschrittliche – Waldviertel alles zu bieten hat“, beschreibt Peter Keller seine Initiative „zuHaus im Waldviertel“. Und das ist eine ganze Menge ist er überzeugt. Ihn selbst hat die Region nahezu magisch angezogen. Nachdem er Teile seiner Kindheit in der Schweiz verbracht hat und dann in Wien großgeworden ist, war es sein Traum, einmal in den „hohen Norden Österreichs“ zu übersiedeln.
Vor zwei Jahren fassten Peter Keller und seine Frau dann Fuß im Waldviertel, zuerst in Bad Traunstein und später in Rudmanns. „Die Natur ist ein Juwel, wir wissen die Leute, ihre Herzlichkeit und den Zusammenhalt hier sehr zu schätzen“, freut sich Keller über seine liebgewonnene Heimat. Überzeugt von den Vorzügen derselben, begann im Juni 2016 die Geschichte von „zuHaus im Waldviertel“.
Macht Gusto auf die Region
Das Konzept war bald entwickelt: Das moderne, fortschrittliche Waldviertel sollte bestmöglich repräsentiert werden. Alle, die sich mit dem Gedanken tragen, die Region zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen, vom Single über Familien bis zu den Senioren, sollen Gusto auf die Region bekommen. Aber auch die hier lebenden Bürger, Gemeinden und Unternehmen sollen ihren Nutzen daraus ziehen, so der Grundgedanke.
Anfangs reagierte man vielfach noch skeptisch und zurückhaltend, meinte Keller. Bald aber sprangen die ersten Gemeinden, Bad Traunstein und Allentsteig, auf den Zug auf. Laufend kommen nach und nach weitere hinzu.
Kostenfreie Teilnahme
Kosten für die Teilnahme gäbe es keine, auch keine versteckten, betont Gründer Peter Keller. Vielmehr sei die Initiative aufgebaut auf gegenseitigem Vertrauen, Fairness und Zusammenwirken, und legt weiters Wert auf Parteilosigkeit und Unabhängigkeit.
So werden die teilnehmenden Gemeinden über die Plattformen der waldviertelweiten Initiative vorgestellt, mittels Videoclip und kurzer Beschreibungen. „Dort wird aufgezeigt, was die jeweilige Kommune zu bieten hat, von der Kinderbetreuung über den Nahversorger bis hin zu den Freizeitmöglichkeiten.“ Ebenso besuchen Peter Keller und sein Team die teilnehmenden Unternehmen, um einen Blick hinter die Kulissen der regionalen Betriebe zu ermöglichen. Und dieser findet sich dann auf der Homepage oder in den Sozialen Medien wieder.
„Im Gegenzug für unser Engagement wirbt die Gemeinde oder das Unternehmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten für die Initiative, indem sie diese weiterempfehlen, das Logo auf Homepage oder Drucksorten platzieren“, erklärt Keller. Der Benefit ist wiederum die stetige Steigerung des Bekanntheitsgrades auf allen beteiligten Seiten.
„Start.Guide“ für Zuzügler
Im Rahmen der Initiative kann das Waldviertel virtuell entdeckt werden, Interessantes zu Geschichte, Natur, Kultur, Klima und Verkehr runden die Plattform ab. Für Zuzügler wurde beispielsweise die Idee „Start.Guide“ ins Leben gerufen. „Das sind engagierte Bürger, die die neuen Bewohner anfangs an der Hand nehmen und ihnen die Gepflogenheiten in der Gemeinde näherbringen. Denn der Wiener kennt die Mentalität eines Waldviertlers nicht und umgekehrt“, meint Peter Keller augenzwinkernd. So verstehe man sich gewissermaßen auch als Brückenbauer.
Als „Zuagroaster“ im Einsatz
Warum zeigt ein „Zuagroaster“ so viel Einsatz für die Region? „Es ist mir ein Anliegen, in der Region etwas zu tun, die unglaublich tolle Lebensqualität in den Mittelpunkt zu rücken und das fortschrittliche Waldviertel zu präsentieren“, so Keller. Seit 1989 ist Keller selbstständiger Unternehmer, seit 2000 in der Immobilienbranche tätig, seine Firma spielt, was die Initiative betrifft, aber nur eine nebensächliche Rolle. Und darauf legt er großen Wert, auch diese unabhängig voneinander zu betrachten. „Man wird nirgendwo entdecken, dass die Firma im Vordergrund steht – im Gegenteil“, betont Keller.
Derzeit stehe das Projekt erst am Beginn. Der Neo-Waldviertler setzt auf eine langfristige, nachhaltige Umsetzung. „Es ist vergleichbar mit einer Lokomotive, die muss man auch erst mal in Schwung bringen, aber ist das passiert, dann entwickelt die Lokomotive eine gewisse Eigendynamik“, freut sich Peter Keller auf die weitere Entwicklung der Initiative.
Mehr über die Initiative „zuHaus im Waldviertel“: www.zuhaus-im-waldviertel.at


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