Tips-Leserreise: Tag 4 Teneriffa

  • Bilder: 9
  • Erstellt von: Andreas Hamedinger
  • Datum: 31.01.2017
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Ein Erlebnis

Der gestrige Tag hat seine Spuren hinterlassen. Daher ist man zunächst etwas unglücklich, dass der Wecker um 7 Uhr läutet. Schnell die Zähne geputzt und hastig zum Frühstücksbuffet, um sich mit einer Grapefruit und Orangensaft für den Tag zu stärken. Die Eile hat einen einfachen Grund. Man will einer der ersten Besucher im Loro Parque sein, einer der Hauptattraktionen der Insel. Und wirklich man hat es geschafft, nur zwei Touristen aus Deutschland waren noch schneller. Die freundlichen Mitarbeiter an den Kassen sprechen perfekt Deutsch. Hier steht der Gast an erster Stellen. Nein, nicht ganz richtig. Das Wohl der Tiere ist noch wichtiger, wie Wolfgang Rades, der Direktor des Zoos betont. Und noch eines ist dem Direktor wichtig: "Wir sind kein Vergnügungspark, sondern eine Einrichtung, die sich Forschung und Arterhaltung verpflichtet fühlt." Momentan einmal, hat man nicht von Delfin-, Orca- und anderen Tiershows gehört, die hier stattfinden? Ja, die gibt es tatsächlich und die sind für den Loro Parque auch ganz wichtig. Rades: "Wir haben jährlich etwa eine Million Besucher. Viele kommen natürlich auch wegen der Shows. Uns ist es wichtig, dass wir Unterhaltung mit Bildung verbinden. Denn nur was man kennt, das ist man auch bereit zu schützen." Um den Besuchern einen Einblick in die Arbeiten hinter den Kulissen zu bieten, können Interessierte speziellen Touren buchen. "Wir haben nichts zu verbergen", erklärt Rades, der gerne über Naturschutz philosophiert: "Leider zerstören wir unsere Welt immer mehr. Hier müsste endliche ein Umdenken passieren."

Nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber

Das Gespräch mit Rades könnte noch Stunden dauern, doch es steht noch viel am Programm. Daher macht man sich nach einer kleinen Kaffeepause auf den Weg, um den Park auf eigene Faust zu erkunden. Im Hinterkopf hat man jedoch noch einige Fakten, sollte jemand an statistischen Fakten interessiert sein: Etwa 500 Angestellte, zehn Prozent der Einnahmen gehen an die Erhaltung von Lebensräumen und in die Forschung, 30.000 tierischer Bewohner... Vorsicht, jetzt hätte man angesichts der vielen Zahlen fast den weißen Tiger übersehen, der gemütlich in der Sonne spazieren geht. Und auch die Alligatoren, die Pinguine, die Flamingos und die Gorillagruppe wollen auch noch besucht werden.

Pure Kraft und wie es der Zufall will, kommt man nach soviel Staunen und Fotografieren gerade pünktlich zum Beginn der Orcashow. Staunende Kinderaugen sehen die Oracas spielerisch durch das Becken gleiten. Plötzlich erheben sich die über tausend Kilo schweren Tiere spielerisch aus dem Wasser, um im nächsten Augenblick einige unvorsichtige Besucher mit dem kalten Naß zu taufen. Selber Schuld denkt man, während man im sicheren Bereich seine Fotos schießt. Bevor sich die Stars des Zoos von ihren Besucher verabschieden, kommen überraschen die Trainier und die Tiere noch mit einer Besonderheit. Friedlich lässt sich der Orca streicheln, während er eine Urinprobe zielgenau in einem Becher abgibt. Schließlich wollen die Verantwortlichen auch wissen ob es ihren Schützlingen gut geht und dazu dienen regelmäßige Kontrollen. Wir kommen wieder, keine Frage.

Infos: www.loroparque.com

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