Betrugsmasche auf willhaben.at

Betrugsmasche auf willhaben.at

AK-Konsumentenberater Österreich AK-Konsumentenberater Österreich, Tips Redaktion, 02.07.2018 09:40 Uhr

Beinahe wäre Daniela aus Linz einem Betrug aufgesessen, hätte sie nicht Rat beim AK-Konsumentenschutz gesucht. Die junge Mutter wollte das zu klein gewordene Kinderbett ihres Sohnes um 600 Euro auf willhaben.at verkaufen. Rasch meldete sich ein Käufer, der die Bezahlung über PayPal abwickeln wollte. Zuvor aber sollte die Linzerin 800 Euro Verschiffungskosten vorschießen. Als Daniela mit Textnachrichten unter Druck gesetzt wurde, erkundigte sie sich beim AK-Konsumentenschutz. Für die Experten/-innen eine klare Sache: Finger weg, hier sind Betrüger am Werk!

Die Experten/-innen prüften den Hergang und es stellte sich heraus, dass auf dem PayPal-Konto von Daniela gar kein Betrag eingegangen war. Die Zahlung samt Bedingung wurde in einer E-Mail angekündigt, deren Absender-Adresse zwar einer echten PayPal-Adresse sehr ähnlich ist, tatsächlich aber nicht von PayPal versandt wurde. Hätte die junge Linzerin die 800 Euro mittels Western Union versandt, wären diese verloren gewesen.

So haben Betrüger keine Chance:

  • Vermeiden Sie Verkäufe ins Ausland und bezahlen Sie keinesfalls mit Schecks, Gutscheinen, Bitcoins, Western Union oder anderen Ihnen unbekannten Transfer- oder Treuhandservices. Die sicherste Form für Käufer und Verkäufer ist die Übergabe der Ware gegen Barzahlung des Kaufpreises.
  • Willhaben empfiehlt, den Kontakt sofort einzustellen, wenn sich Interessenten per SMS oder WhatsApp melden und nicht über die vorgesehene Mailadresse kommunizieren.
  • Paypal ist grundsätzlich ein sicherer Online-Bezahldienst um Zahlungen im Internet ohne Eingabe der Bankdaten abzuwickeln. Um Missbrauch zu verhindern empfiehlt PayPal, immer die PayPal URL in ein neues Browserfenster einzutippen. Verwenden Sie keinesfalls Links, die Ihnen in E-Mails gesandt wurden. PayPal selbst sendet nie Mails mit angehängten Dateien und hinterlegt alle relevanten Infos in Ihrem PayPal-Konto.
  • Western Union ist besonders geeignet um Bargeld an Personen im Ausland auch ohne Kontoverbindung zu senden. Verwenden Sie Western Union nur für Geldtransfers an Ihnen bekannte Personen.

Weitere Tipps zum Shoppen im Internet finden Sie auf ooe.konsumentenschutz.at.

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Kommentare

  1. Gastuser 04.07.2018 09:47 Uhr

    Vorschuss sollte immer skeptisch machen - Auch ohne Rat vom Konsumentenschutz sollte man misstrauisch werden, wenn jemand einen Vorschuss verlangt. Umso mehr, wenn dieser nicht über Paypal abgewickelt werden kann und teurer ist als das zum Verkauf stehende Produkt. Es ist hilfreich, dass es eine Institution wie den Konsumentenschutz gibt. Eine gesunde Grundskepsis sollte in solchen Fällen aber schon von den Eltern vermittelt werden.

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