Wie sich das Homeoffice auf die Gesundheit auswirken kann

Homeoffice: Klingt gut, ist es aber nicht immer. Foto: epixproductions/shutterstock.com
Sebastian Wallner Online Redaktion, 28.11.2020 07:45 Uhr

OÖ. Laut der aktuellen Aeris-Studie „Arbeiten im Homeoffice“ haben 53 Prozent der Arbeitnehmer in Österreich, Deutschland und der Schweiz Erfahrung mit dem Arbeiten in den eigenen vier Wänden. Die gesundheitliche Bilanz fällt aber ernüchternd aus: 64 Prozent der Arbeitnehmer klagen über gesundheitliche Probleme durch die Arbeit im Homeoffice.

Vor allem Rücken-, Muskel- und Kopfschmerzen plagen die „Homeworker“. Für die Studie hat Aeris, Hersteller von Aktivstühlen und Bewegungslösungen für den Office-, Homeoffice- und Home-Bereich, eine Befragung unter 2.000 Arbeitnehmern in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt.

Zu wenig Platz

Wie die Studie weiter zeigt, sind die Ursachen für viele gesundheitliche Probleme ganz offensichtlich in der Gestaltung des heimischen Arbeitsplatzes zu finden. Nur gut jeder zweite Homeworker (56 Prozent) verfügt zuhause über ein eigenes Arbeitszimmer, während der Rest an Ess-, Küchen- oder Wohnzimmertischen sowie in Schlaf- und Gästezimmern improvisieren muss. Zudem müssen sich berufstätige Paare oft ein Arbeitszimmer teilen beziehungsweise sich in der Nutzung abwechseln.

Schlecht ausgestattet

Hinzu kommt, dass mehr als jeder zweite Arbeitnehmer mit Homeoffice-Erfahrung darüber klagt, dass sein Arbeitsplatz sowohl technisch (53 Prozent) als auch in Sachen Büromöbel (54 Prozent) deutlich schlechter ausgestattet ist als der eigentliche Arbeitsplatz in der Firma. So wünscht sich jeder dritte Arbeitnehmer für zu Hause einen ergonomischen Bürostuhl sowie einen höhenverstellbaren Schreibtisch.

Keine gute Idee: Ein Zimmer für Schlafen und Arbeiten

Welche gesundheitlichen Folgen Gestaltung und Ausstattung des Homeoffice-Arbeitsplatzes haben, zeigen beispielsweise folgende Ergebnisse der Aeris-Studie: Während insgesamt zwei Drittel der Arbeitnehmer im Homeoffice über gesundheitliche Probleme klagen, sind es bei denjenigen, die das Schlaf- oder Gästezimmer als Arbeitsplatz nutzen müssen, sogar rund drei von vier Arbeitnehmern.

26 Prozent „haben Rücken“

Die Liste der durch das Arbeiten im Homeoffice hervorgerufenen gesundheitlichen Probleme wird angeführt von Rückenschmerzen (26 Prozent). Gleichauf dahinter folgen Muskelschmerzen. Neben einer Gewichtszunahme klagen zudem 20 Prozent der befragten Homeworker über Müdigkeit und Erschöpfung sowie Stress und Unruhe. Bei mehr als jedem Zehnten (zwölf Prozent) führt die Arbeit in den eigenen vier Wänden nach eigener Aussage sogar zu psychischen Problemen wie Abgeschlagenheit und Depressionen.

Viele Krankmeldungen

„Der Mangel an Bewegung raubt schon nach kurzer Zeit Konzen­tration, Energie, Kreativität und vor allem unsere Gesundheit. So sind Rückenschmerzen mittlerweile die häufigste Ursache für Krankmeldungen. Sie sind für jeden zehnten Fehltag verantwortlich“, sagt Aeris-Gründer Josef Glöckl.

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