Wie man mit der Wolle von Schafen sein Haus dämmen kann

Sebastian Wallner Online Redaktion, 03.03.2021 18:55 Uhr

TRABERG/OÖ. Die Familie Tumfart ist seit über 100 Jahren in der Verarbeitung von Schafwolle sowie Baumwolle, Leinen und Flachs zu Textilien und Filzen in der Mühlviertler Weberstraße tätig. Geschäftsführer Tobias Tumfart hat mit der „Entdeckung“ der Schafwolldämmung das Unternehmen zukunftsfit gemacht.

„Die Idee zur Nutzung der Schafwolle als Isolierung – vor allem aus jenen Fasern, die für Kleidungstextilien zu grob sind – ist uns vor 25 Jahren gekommen. Um die Funktionalität der elastischen Faser optimal im Dämmstoff umzusetzen, haben wir eine neue Technologie erfunden: das Natiso-Verfahren. Die Fasern werden stehend – wie am Rücken der Schafe – angeordnet, wodurch die Faser optimal wirken kann“, erklärt Tumfart.

Für natürliches Raumklima

Schafwolle sei als natürlicher Dämmstoff perfekt geeignet: „Aufgrund der Atmungsaktivität von Schafwollfasern (hohe Diffusionsfähigkeit) entsteht ein natürliches Raumklima. Schafwolle kann 33 Prozent Luftfeuchtigkeit aufnehmen, bindet Schadstoffe und besitzt eine hohe Wärmespeicherfähigkeit.“

Einbau und Recycling

Für den Einbau der Schafwolldämmmatten benötigt man eine Holzkonstruktion. An diese werden die Dämmmatten angetackert. Die Auslegung berechnet der Bautechniker mittels Wärmeleitwert. Die Schafwollfaser ist auf einem Polypropylen-Gitter angebracht. Dieses kann im Bedarfsfall einfach wieder händisch von der Wolle getrennt und recycelt werden. Die Wolle benötigt drei bis fünf Jahre, bis sie vollständig biologisch abgebaut ist. „Ökologisch Wirtschaften und Handeln ist die wichtigste Herausforderung für die Zukunft unseres Planeten! Gerade im Bausektor ist noch in vielen Bereichen reichlich Luft nach oben, um ökologisch nachhaltig zu handeln“, findet Tumfart.

 

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