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Tips Logo Online Redaktion, 06.08.2026 06:26

Ö. Die Sommer werden heißer, Hitzetage und Tropennächte nehmen zu und viele Menschen fühlen sich dadurch körperlich belastet – vor allem, wenn die eigenen vier Wände stark aufheizen. Um Wohnräume angenehm kühl zu halten, braucht es nicht unbedingt eine nachgerüstete Klimaanlage – viele Wärmepumpen lassen sich heute zum Kühlen einsetzen. Wie das in der Praxis funktioniert, erklärt Thomas Mader, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Österreich.

"Die Wärmepumpe arbeitet im Sommer ähnlich wie ein Kühlschrank – sie entzieht dem Innenraum Wärme und gibt sie nach außen ab", erklärt Thomas Mader, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Österreich. (Foto: Stiebel Eltron)

Herr Mader, „eine Wärmepumpe als Klimaanlage einsetzen“ – das klingt nach einem Widerspruch. Wie funktioniert das?

Thomas Mader: Tatsächlich denken viele Menschen beim Stichwort „Wärmepumpe“ zuerst an den Winter, dabei ist sie grundsätzlich ein Ganzjahressystem. Das Prinzip ist einfach erklärt: Die Wärmepumpe arbeitet im Sommer ähnlich wie ein Kühlschrank – sie entzieht dem Innenraum Wärme und gibt sie nach außen ab – an die Umgebungsluft, das Erdreich oder Grundwasser. Richtig geplant, sorgt sie also im Winter für Wärme und im Sommer für angenehm temperierte Wohnräume.

Die Rede ist häufig von aktiver und passiver Kühlung - was heißt das genau?

Thomas Mader: Wärmepumpen mit aktiver Kühlfunktion nutzen den Kompressor im Umkehrbetrieb und senken die Raumtemperatur bei Bedarf drastisch ab. Bei der passiven Methode werden dagegen niedrige Temperaturen aus dem Grundwasser oder Erdreich genutzt und ohne Kompressor, nur mit der Umwälzpumpe sowie einem Wärmetauscher, direkt in das Heizsystem geleitet. Die passive Kühlung ist moderater als beim Kompressorbetrieb, spart dafür aber mehr Strom. Beide Optionen sind in der Haustechnik ein Ersatz für zusätzliche Klimageräte.

Die verschiedenen Funktionsweisen der Wärmepumpen sorgen also jeweils für unterschiedliche Abkühlung?

Thomas Mader: Genau, wichtig für die Verbraucher ist die richtige Erwartungshaltung. Eine Wärmepumpe ist keine klassische Klimaanlage, die einen Raum auf Knopfdruck stark herunterkühlt. Sie sorgt in den Wohnräumen vielmehr für eine gleichmäßig verteilte Temperierung. Genau das empfinden viele Menschen als besonders angenehm. Dazu kommt: Die Technik arbeitet leise, effizient und ohne kalte Zugluft.

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