Mediziner appellieren: Früherkennungsuntersuchungen trotz Corona wahrnehmen

Thomas Mark, Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf (Foto: OÖG)
Thomas Mark, Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf (Foto: OÖG)
Susanne Winter, MA Susanne Winter, MA, Tips Redaktion, 15.08.2021 08:22 Uhr

KIRCHDORF AN DER KREMS. Krebserkrankungen zählen nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den häufigsten Todesursachen in Österreich und die Zahl der Neuerkrankungen steigt: Rund 40.000 Menschen erhalten hierzulande jährlich die schwerwiegende Diagnose Krebs. Aufgrund der Corona-Pandemie haben viele Menschen auf Termine für Früherkennungsuntersuchungen verzichtet, obwohl diese möglicherweise das Leben retten.

Zu den häufigsten Krebsarten in Österreich zählen Prostata-, Brust- und Darmkrebs. Bei ihnen besteht bei früher Diagnose eine deutlich bessere Heilungschance, da die Tumore noch klein und begrenzt sind. „Vor allem bei Krebserkrankungen ist die Früherkennung für den weiteren Verlauf der Erkrankung entscheidend. Verspätete Diagnosen haben ein fortgeschrittenes Krankheitsbild zur Folge, das schwerer zu behandeln ist und schlechtere Prognosen mit sich bringt. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, zum Beispiel auch beim niedergelassenen Facharzt, kann Krebs in einem frühen Stadium entdeckt werden, in dem noch keine weiteren Symptome vorliegen, aber Heilungsaussichten viel besser sind“, sagt Thomas Mark, Leiter der Abteilung für Innere Medizin im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf.

Früherkennung als wesentlicher Überlebensfaktor

Ab einem bestimmten Alter sollten regelmäßige Untersuchungen für folgende Krebsarten durchgeführt werden: Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs und Hautkrebs. Ansprechpersonen dafür sind primär die zuständigen Fachärzte im niedergelassenen Bereich. Im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf können Vorsorge-Koloskopien durchgeführt werden. Voraussetzung dafür ist eine Überweisung vom Hausarzt und ein Termin für die Untersuchung.

Nicht ignorieren, sondern reagieren

Doch nicht nur die Früherkennung kann Leben retten. „Onkologische Erkrankungen weisen oft unspezifische Symptome auf. So können beispielsweise auch Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Durchfall, anhaltende Schmerzen, starke Müdigkeit oder Abgeschlagenheit erste Anzeichen einer Krebserkrankung sein. Sollten die Beschwerden länger als zwei Wochen anhalten, sollte unbedingt der Hausarzt kontaktiert werden“, betont der Experte.

Krebstherapie unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen

Menschen mit einer Krebserkrankung zählen zu jenen Gruppen, für die eine Corona-Infektion ein erhöhtes Risiko darstellt. Doch Therapien sollten keinesfalls ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ausgesetzt oder verschoben werden, da Tumore möglicherweise weiterwachsen oder Tochterabsiedlungen bilden. Alle Kliniken haben umfassende Sicherheits- und Hygienekonzepte, das Risiko einer Corona-Infektion wird damit äußerst gering gehalten. „Wir sind selbstverständlich auch trotz Corona für Patienten da und können die notwendigen Therapien durchführen. Besonders in der Krebsmedizin erfordert das große Anstrengungen, mit der wir jedoch eine Versorgung dieser Patientengruppe gewährleisten möchten“, appelliert der Mediziner nachdrücklich an die Patienten, wichtige Termine wahrzunehmen.

Erste Hilfe bei Beschwerden

Bei gesundheitlichen Problemen ist zunächst der Hausarzt die richtige Ansprechperson. Außerhalb der Öffnungszeiten helfen die geschulten Fachkräfte der telefonischen Gesundheitsberatung 1450. Auch die Website www.wobinichrichtig.at informiert über die jeweils richtige Anlaufstelle im Gesundheitssystem.

Kommentar verfassen

Luzerner Kantonsparlament sieht keinen Grund für weitere «Food Waste» Massnahmen

Die Mehrheit des Kantonsparlaments hat weitere Massnahmen gegen die Vermeidung des Food Waste, dem Abfall der durch Lebensmittel generiert wird, abgelehnt. Der Vorstoss der SP, wurde damit im Parlament ...

23. Int. Asvö Hrinkow MTB-City-Kriterium powered by Raiffeisen

Alexander Hrinkow lädt die Mountainbiker zum 23. Mal zum Steyrer MTB-City-Kriterium Steyrs historische Altstadt ist am Samstag, 14. August, ab 18 Uhr Schauplatz eines der wohl spektakulärsten ...

Vom Korn zum Brot – Landjugend Andorf startet in die nächste Runde

Im Zuge des Projektes „Unser Brot – A Handwerk zum Essen, ned zum Vergessen“ hat die Landjugend Andorf nun ein weiteres großes Vorhaben abgeschlossen. Seit Ende Juli ist in Andorf ein Brotlehrpfad ...

Barfußweg

Barfußweg der Landjugend Pucking

Stocksport-Krimi in Thalheim

ASKÖ Thalheim siegte im Heimspiel gegen ÖTSU Arnreit Bis zum letzten der 240 abgegebenen Schüsse hielten die Spieler der ASKÖ Thalheim (Karl Eckhart, Josef Eisenköck, Alfred Gruber, ...

Innsbruck im Sommer erleben

Von Innsbruck aus eröffnen sich dem Wanderer viele unterschiedliche Touren und Wandermöglichkeiten, ob bei Rum, von Rinn nach Igls oder zu einem der vielen Alpengasthöfe mit spektakulärer ...

Mountainbiken beim Hartkirchner Ferienprogromm

Im Rahmen der Ferienaktion der Gesunden Gemeinde Hartkirchen verantstaltete die Union Fit gemeinsam mit Radsport Plöckinger in in Haibach ein Fahrtechniktraining mit Ausfahrt für ...

Luftgefüllte Schwimmtiere: So gefährlich sind Flamingo und Co

BEZIRK KIRCHDORF. Sie sind bunt, schauen lustig aus und wirken oftmals auf Kinder besonders anziehend – gemeint sind luftgefüllte Schwimmtiere wie Flamingo und Co, die derzeit bei Jung und Alt besonders ...