Opel positioniert zwischen Mokka und Grandland das perfekte Familienauto mit altem Namen im neuen Look: Den Frontera.

Man muss schon etwas weiter zurückblicken um den Vorgänger des neuen Frontera zu finden. Um die 20 Jahre ist es her, es reicht zu wissen, dass zu seiner Zeit SUV´s noch echte Geländewagen waren. Damit hat der Neue nichts mehr zu tun, eh klar, soll ja wer kaufen auch das Ding. Ergo dessen ist für den Frontera 2.0 auch kein Allradantrieb zu haben, dafür hat er ganz viel andere Vorzüge, die ihn für preisbewusste Menschen mit familiären Verpflichtungen interessant machen.
Vielleicht bleiben wir gleich beim Preis. Die Spannbreite beginnt bei 25.590,00 EUR für den 3-Zylinder Turbobenziner und endet bei 35.690,00 EUR für den Frontera Electric. Zumindest in dem Bereich mittendrin, in echt aber das eigentlich gar nicht so geheime Top-Modell: Unser Testwagen, seines Zeichens ein 145 P starker Hybrid in der Top-Ausstattung „GS“, zu haben ab 31.390,00 EUR. Man kann es demnach drehen und wenden wie man will, teuer wird ein Frontera nie werden.
Das können andere auch, stellt sich nur immer die Frage nach dem Gegenwert. Der ist bei einem City-SUV sowieso immer ein guter, der Frontera nutzt seine Bauweise aber konsequenter Richtung Platzangebot aus. Vorne wie hinten herrschen auch für Erwachsene wirklich feine Verhältnisse, der Kofferraum glänzt mit 460 bis 1.600 Litern Fassungsvermögen und doppeltem Boden. Als Clou ist der Hybrid sogar mit zwei aus dem Kofferraumboden klappbaren Zusatzsitzen zu haben. Respekt.
Bei der Zuladung geizt der Frontera auch nicht, ein Grund mehr, zum Hybrid-Antrieb zu greifen. Die Anderen wären: Feine Performance, geringer Verbrauch und nur 2.000,00 EUR Aufpreis zum 110 PS starken Basisbenziner. Via zusätzlicher 21 PS aus dem E-Motor macht der 1.2 Hybrid weitaus mehr Laune, als das Datenblatt zu vermitteln mag. Spritzig und antrittsfreudig gibt sich das Motoren-Duo im Alltag, stets untermalt vom leicht knurrigen Dreizylindersound. Quasi ganz Nebenbei wird noch mit dem Sprit geknausert, unter sechs Liter sind alleweil drin.
Wissen sollte man noch, dass sich der Frontera sportliche Avancen aber verkneift. „GS“ stand bei Opel ja auch mal für „Grand Sport“, im Frontera einfach nur für die bessere der beiden Ausstattungen. Man wird auch bei den Extras keine in diese Richtung schielenden Features á la Sportsitze, Alu-Pedale oder gar Sportfahrwerk finden. Wer sowas trotzdem gerne hat, kann sich ja am unten abgeflachten Lenkrad oder dem Dachspoiler erfreuen.
Ansonsten ist das Design im positiven Sinne unaufgeregt, eine Alternative zum „Karbon Schwarz“ des Testmodelles wäre nicht die schlechteste Idee. „Kanyon Orange“ mit schwarzem Dach vielleicht? Dafür ist das Interieur nett eingerichtet, schon viel Plastik, aber gut verarbeitet und optisch leicht aufgelockert. Ein Gedicht ist die Bedienung, die komplette Klimasteuerung passiert quasi blind, weil analog. Der Touchscreen gibt aber eh auch keine Rätsel auf.
Was könnte einem fehlen? Manch feineres Feature wie Head-up Display vielleicht, in echt ist man mit Klimaautomatik, Keyless, induktives Handyladen, 17-Zoll Felgen“, Rückfahrkamera und vielem mehr für den ganz normalen Alltag bestens gerüstet.
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Echt lässig: Preis-Leistungsverhältnis.
Echt stressig: Der manchmal zickige Automatikwählhebel.
Echt fett: Als Familienauto ist der Frontera fett. Sonst nicht.
Echt schade: „Effekt Blau“-Metallic nicht in Erwägung zu ziehen. Ist zudem aufpreisfrei.
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Daten Opel Frontera GS 1.2 Hybrid
Motor: 4-Zylinder Benziner/Mild-Hybrid
Systemleistung: 145 PS
Max. Drehmoment: 230 Nm/1.750 U.
Testverbrauch: 5,9 Liter
Vmax: 194 km/h
0 auf 100 km/h: 9,0 Sek
Preis Testmodell ab EUR 31.390,00
Preis Basismodell ab EUR 25.590,00










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