Der DS 7 ist seit jeher die Antithese zum oft zitierten SUV-Einheitsbrei. Via Facelift und Sondermodell „Édition France“ wird das nochmal untermauert.

Der Stellantiskonzern ist eine wirklich bunte Truppe. Stolze Marken aus stolzen Ländern geben sich die Türklinke in die Hand, mit Jeep ist man gedanklich überhaupt gleich auf einem anderen Kontinent. Im Zentrum des Giganten schlägt aber ganz klar ein französisches Herz, Peugeot, Citroen und DS bilden das Fundament, auf dem Opel&Co. ihre Erfolge bauen. DS, und der DS7 als SUV-Flaggschiff, nimmt dabei traditionell die Rolle des Edelablegers ein.
Die Idee via Sondermodellen immer wieder neue Aufmerksamkeit zu erregen, ist dabei nicht neu. Mit Jules Verne und Antoine de Saint-Exupéry kamen bereits zwei große Franzosen zu automobilen Ehren, beim neuesten Wurf hat man sich gleich die ganze Nation zur Brust genommen. „Édition France“ also, ein Sondermodell, dass „seine Verbundenheit zu Frankreich“ betonen und „eine elegante Hommage an die französische Kultur und die Metropole Paris“ sein soll. Sagt der Pressetext.
Das Sondermodell basiert dabei auf der Basisausstattung „Pallas“, wobei man das gleich relativieren muss. Rückfahrkamera, DS Pixel LED Vision, Keyless, elektrische Vordersitze, DS IRIS System, 19“ Felgen und einiges mehr ist serienmäßig an Bord, so eine Basis lässt man sich gern gefallen. Die Édition France setzt sich vor allem optisch in Szene. Perforiertes Lederlenkrad, schwarzes Alcantara und Ziernähte in Kaminrot und Gold sind echte Highlights.
Beim Exterieur sollen goldene Doppellinien unterhalb der Seitenscheiben, goldene Abdeckungen der Radnaben und eine Plakette mit französischer Flagge auf goldenem Grund diesen Part übernehmen. Ein Farbenspiel, welches, und wir zitieren wieder, „eine Anspielung auf die Atmosphäre von Paris bei Nacht“ sein soll. Wir lassen das mal so stehen, generell beeindruckt der DS 7 mit seinem tollen Design. Die Front ist an Extrovertiertheit sowieso nicht zu toppen, scharf geschnittene LED-Lichter und spektakuläre vertikale LED-Streifen setzen hier Maßstäbe.
Das setzt Emotionen frei, die der Antrieb nur zu gerne aufnimmt und umsetzt. Wir fuhren das Top-Modell, seines Zeichens ein 300 PS starker Plug-in Hybrid. Ein 200 PS starker Turbobenziner und zwei E-Motoren lukrieren die Systemleistung, für den Allradantrieb ist man angesichts 520 Newtonmeter maximales Drehmoment auch dankbar. Bei vollem Leistungsabruf stürmt der DS 7 in 5,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h, dank elektrischer Kraftquellen ohne viel Vorspiel.
Eh klar entspricht eine derartige Kraftmeierei nicht dem Wesen des DS 7. Haben ist aber besser als brauchen, das passt schon. Rein elektrisch schafft der Franzose am Papier 63 Kilometer, geladen wird der 14,2 kWh Akku mit maximal 7,4 kW. Werte die völlig reichen, um den Bonus der E-Antriebe in Sachen Vortrieb und Verbrauch zu genießen, entsprechende Ladedisziplin natürlich vorausgesetzt. Disziplin verlangt auch die Bedienung, Fensterheber in der Mittelkonsole und ein etwas verschachtelter Touchscreen gehen aber rasch ins Blut über.
Damit der DS 7 Édition France 4x4 300 in ihren Besitz übergeht, sollten 59.200,00 EUR am Konto liegen. Angesichts des Gebotenen fast schon ein Schnäppchen.
.
Echt lässig: Kein Gesicht in der Menge zu sein.
Echt stressig: Der Verbrauch bei leerem Akku.
Echt fett: Dass auch DS3 und DS4 als „Édition France“ zu haben sind.
Echt schade: Dass zu wenig DS-Modelle unterwegs sind.
.
Daten DS7 Plug-in-Hybrid AWD 300 Édition France
Motor: 4-Zylinder Turbobenziner/E-Motoren
Systemleistung: 300 PS
Systemdrehmoment: 520 Nm
Testverbrauch: ca. 6,4 Liter
Vmax: 235 km/h
0 auf 100 km/h: 5,9 Sek
Preis Testwagen ab EUR 59.200,00
Preis Basismodell ab EUR 48.460,00










Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden