Zwergenweg auf den Vormauerstein

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 21.08.2018 09:35 Uhr

„Gehst Du diesen Weg entlang – triffst Du manche Zwerge an.“ Mit diesem Zuckerl versucht die Gemeinde St. Wolfgang auch Jungbergsteiger auf einen der schönsten Aussichts­gipfel im Schafbergmassiv zu locken. Doch der Weg dorthin ist nicht leicht, gilt es doch an die 800 Höhenmeter Anstieg und einige Mutproben im Gipfelbereich zu meistern. von MICHAEL WASNER

Wir schließen uns dem am Holzergut vorbeiführenden Sattlerweg 28 Richtung Schwarzensee an und erreichen nach einer Viertelstunde sanft ansteigender Waldwanderung die Maurus­kapelle, nach der wir links in den Sommerauerweg 27 umschwenken.

Gleich beim Einstieg die erste Zwergerlstation, an der folgenden Wegkrümmung die nächste. Steil windet sich der Pfad in der Waldflanke aufwärts, quert einige Male einen Forstweg. An freien Stellen laden Bankerl zum Rasten und Schauen. Für kurze Zeit zeigt sich vor uns der gewaltige Felsabbruch des Sommerausteins, an dessen Rückseite sich die Weiden der Sommeraualm (1.180 m – 1 ¼ Std.) ausbreiten.

Auch hier lädt eine Zwergenstation mit Bankerl zur Rast. Herrlich der Blick über die Almidylle hinaus zu den Bergen am Süd­ufer des Wolfgangsees. Und wandern unsere Blicke vom Bankerl aus ca. 50 m nach links, sehen wir am Wegrand einen großen Stein mit einem grün besprühten kleinen obenauf: Den „Stoa­mandlweg“ auf den Sommeraustein (1.275 m – 35 Min. hin und retour, Prachtblick über das Ischltal und den Wolfgangsee), der dem geländeerprobten Pfadfinder zusätzliche Gipfelfreuden beschert.

Der Zwergenweg führt in nördlicher Richtung über das Almgelände weiter aufwärts in den Wald und geht nach einem Überstieg links in flacheres Gelände über. An einer gefassten Quelle vorbei steigen wir hoch zu den Hütten der Vormaueralm. 60 ha saftiges Weideland, auf dem sich über 40 Rinder tummeln. Bewacht vom wuchtigen Felskoloss des Vormauer­steins (1.450 m – 2 ½ Std.). Zwischen Heidekraut und Wacholdergebüsch windet sich der Pfad an den Wandfuß heran, der Gipfelaufschwung verlangt etwas Mut und Trittsicher­heit. Welch ein Erlebnis für die kleinen Bergsteiger, wenn besorgte Eltern mit einer kurzen Leine sichern. Erster Gratulant ist der „Gipfelzwerg“, dann der stolze Eintrag ins Gipfelbuch und die wohlverdiente Gipfeljause, bei der wir den grandiosen Ausblick hinab zum Wolfgangsee und hinein in die Berge – ganz draußen die Firnfelder von Dachstein und Hochkönig – genießen.

Mit Blickrichtung Attersee steigen wir auf gleicher Route wieder auf den Almboden hinab und besuchen das kunstvolle Almkreuz (Prachtblick in die Südabhänge des Schaf­berges). Wer noch über genügend Kondition verfügt, könnte noch einen Badeabstecher zum wunderschön gelegenen Mönichsee (1.300 m  - 1 Std. hin und zurück) unternehmen.

Der weitere Abstieg erfolgt am Forstweg 26 in weiten Kehren Richtung St. Wolfgang, wobei sich immer wieder nette Ausblicke über den Wolfgangsee ergeben. Nach einer guten Stunde kommen wir zur letzten Rechtskehre, in der links ein Weg einmündet (Steinmann) und am Kurvenausgang grüne Wegschilder „St. Wolfgang“ und „Vormauer“ sichtbar werden.

Hier verlassen wir den Forstweg und folgen dem einmündenden „Stoa­mandl­weg“ ca. 400 m zurück zu einem Rinnsal (ausgetrocknet?), wo rechts ein Pfad zum kulinarischen Ausklang ins Holzergut hinunterführt.

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