Schober und Frauenkopf

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 25.08.2018 09:04 Uhr

THALGAU/WARTENFELS. Eine sagenumwobene Ritterburg, zwei Gipfelziele mit grandiosen Ausblicken und dazu ein anspruchsvoller, mit Seilen gut abgesicherter Felsensteig sind Attribute, welche das Herz jedes trittsicheren Berggehers höher schlagen lassen. Und das in nicht einmal 2 ½ Wanderstunden auf dem gut markierten Schoberrundweg Nr. 10. von MICHAEL WASNER

Gleich nach dem Forsthaus zweigt links der Zustieg zur Burgruine ab, welche in den letzten Jahren großzügig restauriert wurde (1021 m – 20 min.).

Ihre Erkundung auf gut begehbarer Steiganlage durch den ehemaligen Rittersaal hinauf zur Aussichtsplattform wird von einem ersten schönen Ausblick über den Flachgau und das Mondseeland hinaus zum Irrsee belohnt.

Im steilen Bergwald geht„s dann zügig aufwärts, wobei sich bald nette Tiefblicke auf die Ruine Wartenfels ergeben. Im oberen Anstiegsdrittel wird das Gelände felsiger, alpiner. Es beginnen die ersten Seilsicherungen. Mitwandernde Kinder sollte man zusätzlich mit einem Sitzgurt sichern.

Nach einem kurzen Abstieg erfolgt der Gipfelsturm über eine exponierte, leicht gestufte Felswand, bei der mehrere Stifte und Drahtseile für die nötige Sicherheit sorgen. Vom Schober Gipfelkreuz (1329 m –1 ¼ Std.) weite Aussicht zu den Salzkammergutbergen, auf die Osterhorngruppe und die Berchtesgadener Alpen, dazu “6-Seen-Blick„ auf Fuschl-, Wolfgang-,Mond-, Atter-, Irr- und Wallersee.

Doch es bleibt nicht viel Zeit zur Gipfelrast, denn am benachbarten Felszacken lockt bereits das nächste Gipfelkreuz. Mit Hilfe von Eisenklammern wird durch einen kurzen Kamin zur unterhalb gelegenen Schoberhütte (nicht bewirtschaftete Unterstandshütte) abgestiegen und auf der bewaldeten Ostseite des Verbindungsgrates zum Frauenkopf (1303 m – ¼ Stunde) hinüberspaziert. Die einstige Pilgerstätte unfruchtbarer Frauen erhielt 1979 ein Gipfelkreuz mit Buchkassette. Der restliche,einstündige Abstieg ist dann völlig gefahrlos. Er folgt noch eine Weile dem Grat und schwenkt dann rechts in eine schluchtartige Rinne. Mit gelegentlichen Durchblicken auf den Fuschlsee geht es schließlich in unzähligen Kehren hinab auf einen breiteren Waldweg, auf dem wir dann gemütlich zum Forsthaus zurückmarschieren.

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