Bärentrail zur „Luaga Lucka“

Online Redaktion Online Redaktion, Tips Redaktion, 23.08.2018 10:34 Uhr

Mit dem Ausgangspunkt im sehenswerten Arbesbacher Bärenwald, wo einige ausgediente Zirkusbären ihren Lebensabend frönen, trailt einer der jüngsten und zurzeit beliebtesten Weitwanderwege über das Waldviertler Hochland. 69 Wanderkilometer erfordert die große Streckenführung, während der Kleine Bärentrail mit 25 km an einem Tag zu bewältigen ist. Bei den zusätzlich angebotenen Teddybärentrails kommen dann auch weniger Gehtüchtige und speziell Familien mit Kindern voll auf ihre Rechnung. von MICHAEL WASNER

Beginnen wollen wir mit einer Besichtigung der Burgruine, auch „Waldviertler Stockzahn“ oder „Luckertes Schloss“ genannt. Den Schlüssel für den Bergfried (zum Wochenende meist geöffnet) können wir uns gleich bei der Zufahrt in der Bäckerei Huber besorgen. Über eine Steinbrücke gelangt man in den von tiefen Schartenfenstern umgebenen Vorhof der im 12. Jh. erbauten Kuenringerburg und weiter zur Pforte des Bergfrieds, dessen Besteigung mit einem Prachtblick auf Arbesbach und das umliegende Waldmeer belohnt wird. Zurück am Parkplatz, suchen wir das weiße Markierungsschild mit gelben Punkt und darin braune Bärentatzen mit der Aufschrift Bärentrail und folgen der grünen Pfeilrichtung am Saumpfad abwärts nach Scheibenfeld, wo wir kurz in einen Güterweg einschwenken, jedoch bald wieder nach rechts verlassen und auf Feldwegen durch die Arbesbachsenke den Arbesberg anvisieren.

Bei der Kapelle an seiner Ostflanke abwärts zur B119, vor zur Bushaltestelle. Dahinter im Wald machen Wegschilder auf den Stichweg zum Arbesberg aufmerksam. Es lohnt ihn in 10 min. zu besteigen. Riesige Felsformationen prägen seine Gipfelkuppe, darunter verbirgt sich eine 56 m lange Höhle, welche beim Bauernaufruhr 1632 dem Mühlviertler Rädelsführer Klausner als Unterschlupf gedient haben soll.

Oberhalb eine Waldandacht mit Bänken vor der von Kriegsheimkehrern errichteten Expednuskapelle. Darüber thront das Gipfelkreuz (895 m), welches in leichter Kraxlerei zu erobern ist. Wieder unten bei der Haltestelle queren wir die B119 und folgen dem Saumweg über die für das Waldviertel typischen Kobelwiesen in ein Heidelbeerwäldchen, wo uns ein weiterer kleiner Abstecher zur sagenumwobenen Teufels-mauer erwartet. Merkwürdige Felsformationen, wie Pfreyer- und Odinhalle, Großer und Kleiner Peilstein sowie Felsendächer und Höhlen gibt es beim Gang um diese prähistorische Kultstätte zu entdecken.

Übergewechselt auf Altmeloner Gemeindegebiet sorgt ein von bemalten Steinfiguren umsäumter Hunde-Moorbadeteich für Aufsehen, ehe wir wieder die B119 erreichen. Wer schon leicht schwächelt, folgt ihr rechts ins Dorfzentrum und findet beim Kirchenwirt Labe (880 m – 1 ¾ Std.). Wer nach weiteren Taten dürstet, folgt ihr links und wählt entweder die kürzere Variante über den Teddybärentrail, oder folgt weiter dem Kleinen Bärentrail über den aussichtsreichen Zollberg (Schalenstein). Beim Fahrthofer Bründl (herrlich erfrischende Quelle) treffen beide Trails wieder zusammen und verlaufen nun gemeinsam zu den Farthoferhöhlen mit der Druidenkanzel, vorbei an der Waldkapelle zum Löwenkäfig mit anschließender Umrundung des Felsbollwerks, an dem im Rahmen eines Schulprojekts bemalte Steinfiguren geschaffen wurden.

Die Höhlenbesichtigung findet mit den Gaubitzhöhlen und der Luaga Lucka ihren Abschluss. Am Güterweg geht„s nun vorbei am Felsenkeller und der Kräuterstube zurück ins Ortszentrum (Teddybärentrail 6,5 km - 2 Std. bzw. Kl. Bärentrail 7,5 km). Beim Infoplatz an der Abzweigung nach Purrath (an der B124) den Güterweg aufwärts, bis der Kl. Bärentrail nach links seine restlichen 13 km durch die Meloner Au zum Bärenwald Arbesbach absolviert, Wem dies zu weit erscheint, der nimmt nun die direkte Route nach Arbesbach, markiert mit den Nummern 612, 05 und 08. Diese zweigt nach 50 m rechts vom Güterweg ab und führt auf stillen Wald- und Flurwege über die Gehöfte Schiedleck und Oberreith in 1 ½ Wanderstunden ins Marktzentrum Arbesbach.

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