Vandalen verwüsten Stadtpark Ried: Schaden im fünfstelligen Bereich
RIED. Die Stadt Ried ist schockiert über kriminelle Vandalenakte im Stadtpark. Schon seit Wochen gab es immer wieder Vorfälle wie Schmierereien und andere Sachbeschädigungen, die am Donnerstag ihren Höhepunkt erreichten. Laut Stadtgemeinde ist ein Schaden im fünfstelligen Bereich entstanden (Link zur Bildergalerie am Ende des Artikels).

Sämtliche neu gepflanzten Bäume wurden umgetreten oder abgerissen. Straßenschilder wurden ausgegraben und in den Bach oder in die Hecken geschmissen. Jemand hat Zäune eingetreten und die Erlebnis-Kunstwerke zum Durchschauen im Eingangsbereich komplett zerstört. Dazu kommen noch verschiedenste Schmierereien auf Kunstwerken, auf allen Bänken sowie vielen Schildern und Info-Tafeln.
Unter den Schmierereien sind neben SV-Ried-Schriftzügen auch Hakenkreuze - auch im Bereich des Kinderspielplatzes. Dass über einige der Hakenkreuze „Peace“-Zeichen gemalt sowie „Nazis, Abschaum der Menschheit“ und „Niemand will euch in Ried“ geschrieben wurde, macht den Schaden nicht geringer.
Einige Personen haben sich sogar mit ihren Namen verewigt.
In einer Aussendung, die über die Sozialen Medien veröffentlicht wurde, heißt es: „Für all diese einzelnen Punkte ist in den vergangenen Wochen keine einzelne Person verantwortlich gewesen. Es wäre falsch, hier pauschal zu verurteilen. Verurteilen möchten und müssen wir aber alle Menschen, die hinter solchen Aktionen stecken. Umtreten von Bäumen ist absolut nicht nachvollziehbar. Eintreten von Zäunen ist einfach nur unverständlich. Herausreißen von Straßenschildern ist komplett verantwortungslos. Beschmieren von Kunstwerken mit seinen Namen ist kein jugendlicher Blödsinn. Beschmieren von Bänken und Schildern mit SV-Ried-Schriftzügen ist kein Ausdruck von Fankultur. Und Hakenkreuze sind kein Ausdruck von politischer Meinungsäußerung (und als Symbole nationalsozialistischer Menschenverachtung verboten). Unser Stadtpark gehört uns allen. Umso trauriger, dass durch solche Taten einer unserer wertvollsten Plätz zerstört wird.“
Die Stadtgemeinde schreibt von einem Schaden im fünfstelligen Bereich: „Ein Betrag, der an anderen Stellen natürlich fehlen wird – und das bei sowieso knappen Budget. Wir haben sämtliche Vorfälle zur Anzeige gebracht und sind dankbar für weitere Hinweise aus der Bevölkerung.“








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